Aktivierte Apache Module anzeigen / deaktivieren / aktivieren

apache logo

Anleitung wie man aktivierte Apache Module auf seinem Linux Webserver anzeigen lassen kann und wie diese deaktiviert (a2dismod) bzw. aktiviert (a2enmod) werden können.

Aktivierte Apache Module anzeigen lassen

Auf allen gängigen Linux Distributionen kann man einfach folgendem Befehl in der Commanline absetzten und man erhält eine Auflistung der aktivierten Apache Module. (Bei CentOS/RHEL wird apache2ctl durch httpd ersetzt) (Falls der Pfad nicht aufgelöst werden kann, einfach ein /usr/sbin/ davor hängen):

apache2ctl -M

oder

apache2ctl -t -D DUMP_MODULES

Beispielausgabe:

Loaded Modules:
 core_module (static)
 log_config_module (static)
 logio_module (static)
 mpm_prefork_module (static)
 http_module (static)
 so_module (static)
 actions_module (shared)
 alias_module (shared)
 auth_basic_module (shared)
 authn_file_module (shared)
 authz_default_module (shared)
 authz_groupfile_module (shared)
 authz_host_module (shared)
 authz_user_module (shared)
 autoindex_module (shared)
 cgi_module (shared)
 deflate_module (shared)
 dir_module (shared)
 env_module (shared)
 expires_module (shared)
 headers_module (shared)
 mime_module (shared)
 negotiation_module (shared)
 php5_module (shared)
 reqtimeout_module (shared)
 rewrite_module (shared)
 setenvif_module (shared)
 status_module (shared)
Syntax OK

Die Ausgabe zeigt die geladenen Module mit den Werten static bzw. shared an.

static: Fix kompilierte Module – können nicht deaktiviert werden ohne dass der Apache neu kompiliert werden muss, was ich auf keinen Fall raten würde.

shared: Dynamisch geladene Module – können jederzeit, deaktiviert oder aktiviert werden. Man sollte jedoch wissen wofür und vor allem ob die aktivierten Module benötigt werden bevor man sie deaktiviert. Der Apache kann sonst in einen ziemlich “labilen” Zustand versetzt werden.

Apache Module unter Debian, Ubuntu, Linux Mint deaktivieren

Um ein Apache Modul auf Debian basierten Linux Distributionen zu deaktivieren verwenden wir den Befehl “a2dismod” und geben den entsprechenden Modulnamen an:

Der a2dismod Befehl listet ohne Parameter alle Module auf, die deaktiviert werden können

a2dismod MODULNAME

Beispiel:

a2dismod deflate

Deaktiviert das Modul deflate, welches zB. für die Komprimierung verwendet wird. Ein Neustart des Apache Dienstes ist anschließend notwendig:

/etc/init.d/apache2 restart

Apache Module unter Debian, Ubuntu, Linux Mint aktivieren

Um ein verfügbares Apache Modul auf Debian basierten Linux Distributionen zu aktivieren wird der Befehl “a2enmod” verwendet und geben den entsprechenden Modulnamen an:

Der a2enmod Befehl listet ohne Parameter alle Module auf, die aktiviert werden können

a2enmod MODULNAME

Beispiel:

a2enmod ssl

Aktiviert das Modul ssl, um die HTTPS Verschlüsselung (Port 443) für den Apache zu aktivieren. Ein Neustart des Apache Dienstes ist anschließend notwendig:

/etc/init.d/apache2 restart

CentOS, RHEL Apache (HTTPD) Module deaktivieren / aktivieren

Unter RedHat Enterprise Linux und CentOS gibt es kein entsprechendes Verwaltungssystem (a2enmod/a2dismod), weshalb die mitgelieferten Module direkt in der Apache Konfigurationsdatei (/etc/httpd/conf/httpd.conf) via LoadModule geladen werden :

...
LoadModule auth_basic_module modules/mod_auth_basic.so
LoadModule auth_digest_module modules/mod_auth_digest.so
LoadModule authn_file_module modules/mod_authn_file.so
LoadModule authn_alias_module modules/mod_authn_alias.so
LoadModule authn_anon_module modules/mod_authn_anon.so
LoadModule authn_dbm_module modules/mod_authn_dbm.so
LoadModule authn_default_module modules/mod_authn_default.so
LoadModule authz_host_module modules/mod_authz_host.so
LoadModule authz_user_module modules/mod_authz_user.so
LoadModule authz_owner_module modules/mod_authz_owner.so
LoadModule authz_groupfile_module modules/mod_authz_groupfile.so
LoadModule authz_dbm_module modules/mod_authz_dbm.so
LoadModule authz_default_module modules/mod_authz_default.so
LoadModule ldap_module modules/mod_ldap.so
...

Nicht benötigte Module können hier mit einem # auskommentiert werden.

Zusätzliche httpd Module, welche zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden, findet man als .conf Datei im Verzeichnis /etc/httpd/conf.d/ welches in die Apache Konfiguration eingebunden (included) wird.

Liste der Apache Module

Mittwoch, 03. April 2013 Apache, Linux, WebServer Keine Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

Ohne Worte: Der beste SQL Injection Versuch aller Zeiten :)

(via Twitter)

 

Donnerstag, 28. März 2013 Security 6 Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

Serverüberwachung / Monitoring mit ServerCheck24

Servermonitoring ist ein sehr wichtiger Bestandteil in modernen IT Infrastrukturen. Ist mein Webserver nicht erreichbar, verliere ich Kunden und somit Geld! Deshalb empfehle ich immer, überwacht eure Webserver. Ich habe mir das Produkt ServerCheck24 einmal genauer angesehen, mit dem es spielend möglich ist seine Server und ganzen Prozessabläufe zu überwachen, ohne lokaler Installation.

Kostenlosen 14 Tage Testaccount erstellen

ServerCheck24 ist kostenpflichtig und stellt verschiedene Lizenzierungspakete zur Verfügung, welche aber alle samt kostenlos getestet werden können. Die Registrierung ist sehr einfach gestaltet. Man wählt sein Paket aus und meldet sich kostenlos und unverbindlich für eine 14 Tage Testversion an, die man jederzeit in dieser Frist kündigen kann.

Name, Anschrift, Email Adresse eingeben und die IP oder den Hostnamen des zu überwachenden Servers (www.sysadminslife.com) eingeben. Anschließend wird eine Bestätigungsmail an die angegebene Mail Adresse gesendet, welche einen Code zur Verifizierung beinhaltet. Sobald der Verifizierungscode bestätigt wird, ist der Account auch schon aktiv.

Neue Dienste zur Überwachung definieren

Die Weboberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet, sodass man nach dem Login sofort Dienste für die Serverüberwachung definieren kann. Dazu wählt man einfach einen der möglichen Dienste aus und klickt auf “Neuer Dienst”.

Im nächsten Schritt kann man die Parameter für den Dienst konfigurieren. Bevor man speichert sollte immer ein Test durchgeführt werden, damit man auch sicher gehen kann dass der Check funktioniert.

Im ersten Schritt definiere ich einen einfachen Dienst in Form eines Serverpings, da ich so immer sicherstellen kann dass der Server grundsätzlich Up ist – der Ping sollte bei den meisten Servern eine Antwort liefern..

Im nächsten Schritt können die Einstellungen zur Benachrichtigung und Intervalle des Dienstes konfiguriert werden:

*) Benachrichtigung – Bei welchem Status (Warnung oder Kritisch bzw. OK) wird ein Email und/oder eine SMS verschickt?

*) Kontakte – Wer soll im Falle eines Fehlers benachrichtigt werden? Hier können weitere Kontakte mit Mail Adresse bzw. Handynummer angelegt werden.

*) Überwachung – Wie oft soll der Dienst gecheckt werden und wann wird benachrichtigt?

*) Wartungsintervalle – Gibt es Wartungsarbeiten in denen der Check pausiert werden soll oder gibt es wiederholende Wartungszeiträume zu bestimmten Zeiten (Sicherung in der Nacht, Täglicher Shutdown, etc…)? Vorgenommen Einstellungen können später natürlich jederzeit geändert bzw. modifiziert werden.

Hier sind einige Dienste die ich auf meinem Server zum Testen hinzugefügt habe:

Wie sieht ein Mail bzw. eine SMS aus, wenn ein Check fehl schlägt?

Ich habe zum Testen einen HTTP Check absichtlich fehlschlagen lassen, indem ich nach einem String suchen lies, den es gar nicht auf der Webseite zu finden gibt – so sieht die Meldung per Email bzw. SMS aus. Die Geschwindigkeit der Benachrichtigung hängt von den gewählten Einstellungen ab:

 

Auswertungen

ServerCheck24 bietet zu den Checks natürlich auch ausführliche Berichte bzw. Auswertungen über definierte Zeiträume an. So sieht die Auswertung für den Ping Check aus:

Fazit:

Die Einrichtung von ServerCheck24 ist kinderleicht und einfache Dienste sind schnell konfiguriert ohne dass ein Fachwissen von Nöten ist. Das Webinterface bietet alles, was das Herz begehrt. So kann innerhalb von weniger Minuten und mit wenigen Mausklicks ein neuer Check hinzugefügt werden.

Der Preis ist absolut überschaubar wenn man bedenkt, dass bereits für 4,90 EUR monatlich ein Server mit fünf Checks überwacht werden kann. Die Pakete sind in drei unterschiedlichen Ausführungen zu haben (small/medium/large). Für Monitoring Einsteiger und einfache Webmaster ist ServerCheck24 ein tolles Produkt, für erfahrenere Systemadministratoren, welche 100te Server betreiben, ist wohl eine Inhouse Lösung wie Nagios oder Icinga besser geeignet.

Mittwoch, 20. März 2013 Monitoring 8 Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

Zend OPcache – PHP Beschleuniger + OpCode Cache – Installation unter Debian, Ubuntu, Linux Mint

PHP Logo

Der PHP Zend Optimizer Plus war lange Zeit nur als kostenpflichtige Version erhältlich und ist seit Februar 2013 Open Source und umbenannt auf Zend OPcache. Der Grund für diesen Schritt ist wohl die fixe Integration in die nächste PHP Version

Update März 2013: Zend Optimizer Plus wurde in Zend OPcache umbenannt. Anleitung wurde angepasst.
Update Juni 2013: Anleitung auf die neueste Zend OPCache Version aktualisiert
Update Jänner 2014: OPcache wurde in PHP 5.5 integriert

Der Zend OPcache steigert die Performance und optimiert PHP indem er den Code vorkompiliert und im RAM (Hauptspeicher) hält und somit Verzögerungen durch Lesezugriffe auf die langsamerer Festplatte  reduziert.

Zend Optimizer+ wurde im Februar 2013 auf github umgezogen und ist so quelloffen und frei verfügbar. Mitte März wurde das Projekt in Zend OPcache umbenannt. Ich habe das Tool ausgiebig getestet und muss sagen dass die Performance wirklich beeindruckt. So funktioniert die Installation auf eurer Debian basierten Linux Distribution.

Wichtig ist hierbei immer, dass ihr auch eine entsprechende Webseiten Performance Analyse durchführt, damit man auch die Auswirkung von Zend OPcache sieht. Bei meinem Blog war mit aktivierten WP Super Cache Plugin eine Performancesteigerung von 20% möglich.

Zend OPcache unter Debian, Ubuntu und Linux Mint installieren

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Montag, 18. März 2013 Apache, Linux, WebServer 15 Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

QuickTipp: versteckte .DS_Store Dateien unter Linux und MacOSX rekursiv entfernen / löschen

terminal-icon

So werden nervige .DS_Store Dateien unter Linux oder Mac OS gelöscht.

.DS_Store Dateien werden vom Mac OS X Finder angelegt und sind reine Informationsdateien für die Darstellung gewisser Elemente, wie Fensterpositionen, Fenstergröße, Iconpositionen, Darstellungsart, Fabe eines Ordner, und, und, und … Da diese Dateien grundsätzlich versteckt sind, sieht man sie ma Mac eigentlich nicht. Anders sieht es aus wenn Dateien auf einen Linux Server gestellt werden.

Wer will diese Dateien schon auf seinem Webserver liegen haben? Ich ärgere mich immer maßlos darüber dass diese Dateien nicht vorher vom Entwickler gelöscht werden. Also liebe “Web Developer”: Entfernt bitte die .DS_Store Dateien bevor ihr Dateien auf einen Webserver ladet.

So werden die .DS_Store Dateien unter Linux oder Mac OS X gelöscht

Der Befehl wird in der Kommandozeile (Terminal) abgesetzt.

find . -type f -name .DS_Store -delete

Erklärung: find sucht im aktuellen Verzeichnis rekursiv nach Dateien (-type f) mit dem Namen (-name) .DS_Store und löscht (-delete) diese sofort.

Dienstag, 12. März 2013 Apple, Linux 1 Kommentar Author: Patrick Schoyswohl

PHP 5.4 Installation unter Debian Squeeze und Upgrade von PHP 5.3

PHP Logo

Da PHP 5.4 mittlerweile seit fast einem Jahr auf dem Markt ist und erhebliche Performance und Security bringt, sollte man sich mit einem Update von älteren PHP Versionen auseinandersetzen. So funktioniert die Installation bzw. ein Upgrade unter Debian Squeeze.

Update: Mittlerweile ist PHP 5.5 in der stable Verison erschienen. Hier gehts zur Anleitung: PHP5.5 unter Debian Wheezy installieren.

Warum sollte ich PHP 5.4 installieren?

PHP 5.3.0 erschien am 30 Juni 2009, was schon ziemlich lange her ist. Allerdings wird 5.3 nach wie vor supported und es werden weiterhin Bugfixes und Securityupdates zur Verfügung gestellt.

PHP 5.4.0 erschien am 1. März 2012, und ist mittlerweile bei Version 5.4.23 angekommen. Die Technik wurde allerdings sehr stark weiterentwickelt wodurch die Geschwindigkeit und die Sicherheit verbessert wurde. Ein Upgrade von Version 5.3 auf 5.4, soll unoptimiert einen Gschwindigkeitsboost von 5-10% bringen. Ein Benchmark bei einer WordPress Installation ohne Caching Plugin und ohne Optcache ergab einen Boost von 40%, was ich doch sehr beeindruckend finde. Es spricht also so einiges dafür, auf die neueste PHP Version upzudaten, was ich mittlerweile auch nur wärmstens empfehlen kann, da wir bereits gute Erfahrungen mit der 5.4er Version gemacht haben. Also worauf wartest du? So gehts…

Installation von PHP 5.4 unter Debian Squeeze

Da ich normalerweise kein Fan von Drittrepositories bin und somit mein System immer recht sauber halte, muss ich hier aber über meinen Schatten springen. Ich habe zuerst überlegt die Wheezy Repositories anzuzapfen, aber selbst dort ist die PHP Version von 5.4 schon wieder sehr veraltet (5.4.4).

Die Jungs von Dotdeb sind da sehr viel aktiver und bieten bereits PHP 5.4.11 an und sind im Bereich Webhosting um Jahre schneller als die Debian Maintainer. Dotdeb ist auch der einzige Mirror, welchen ich ausser den Debian Mirrors verwende. Natürlich gäbe es noch den alten Weg, sodass man PHP selbst kompiliert. Aber das ist für Anfänger absolut ungeeignet, deshalb zeige ich hier den Weg über die dotdeb mirrors.
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Dienstag, 05. März 2013 Apache, Debian, Linux, WebServer 28 Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

Dell XPS 13 Developer Edition – Ubuntu Notebook – in Europa verfügbar

Das sehsüchtig erwartete Dell XPS 13 Developer Edition mit Ubuntu 12.04 Linux wird jetzt auch endlich in Europa verkauft. Codename: Sputnik

Hardware des Dell XPS 13 Developer Edition Ubuntu Notebook

  • CPU: Intel® Core™ i7-3537U Prozessor
  • Betriebssystem: Ubuntu Edition version 12.04
  • RAM:  8 GB DDR3
  • Chipsatz Intel® QS67
  • Gewicht: 1,36 kg
  • Grafikkarte: Intel® HD-Grafik 4000
  • Bildschirm: 34 cm (13,3”)-Full-HD-WLED-Display mit 1.080p
  • Festplatte: bis zu 256-GB SSD Festplatte

Konzipiert für Entwickler.

Das Dell XPS 13 Developer Edition Notebook basiert auf Ubuntu 12.04LTS, der langfristigen Support-Version des Cloudentwickler-freundlichen Betriebssystems.

 Grundlegende Entwicklungstools und -dienstprogramme
 Cloud Launcher: Ermöglicht die Erstellung und Distribution von “Microclouds” direkt auf dem Notebook
 Profile tool: Bietet Zugang zu einer Profilbibliothek, wie Ruby und Android, damit  schnell Entwicklungsumgebungen und Toolketten eingerichtet werden können

Preis des Dell XPS 13 Developer Edition

Das Dell Ubuntu Notebook wird derzeit für 999 zzgl. MWST verkauft.
Hier kann das schöne Ding bestellt werden: Dell

Dell XPS 13 Developer Edition bestellen

Fazit

Ich finde den Preis jetzt nicht wirklich günstig, da ein vergleichbares Linux Notebook günstiger erworben werden kann. Und ob jemand wirklich die vorinstallierte Entwicklungsumgebung benötigt, sei mal so in den Raum gestellt, Zumal die Tools als Open Source frei zur Verfügung stehen.

Montag, 04. März 2013 Hardware, Linux 2 Kommentare Author: Patrick Schoyswohl

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