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Tipps, um ein höheres Gehalt zu verhandeln

Was ist meine Arbeit wert? Verkaufe ich mich womöglich weit unter Wert? Wie kann ich meinen Chef von einer Gehaltserhöhung überzeugen. Wohl jeder Arbeitnehmer stellt sich diese Fragen. Tatsächlich sollten Sie die das bevorstehende Gehaltsgespräch bei Ihrem Vorgesetzten oder Geschäftsführer gut vorbereiten.

Wann ist der richtiger Zeitpunkt für das Gehaltsgespräch?

Es gibt keine festen Regeln dafür, wann Gehaltsverhandlungen stattfinden. Üblicherweise aber wird das Thema Gehalt natürlich beim Vorstellungs- beziehungsweise Einstellungsgespräch angesprochen. Auch nach der erfolgreichen Probezeit, zwischen zwei befristeten Arbeitsverträgen, beim Übergang eines befristeten auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag oder bei einer Beförderung sowie Versetzung in einer andere Abteilung wird über den künftigen Lohn verhandelt. Eine gute Gelegenheit kann auch das jährliche Mitarbeitergespräch sein. Gibt es diese in der Firma nicht, raten Experten nur alle 18 bis 24 Monate zu einem Gehaltsgespräch.

Berücksichtigen Sie unbedingt die aktuelle Lage in ihrem Unternehmen! Geht es der Firma gerade schlecht, schreibt vielleicht sogar rote Zahlen ist der Zeitpunkt denkbar schlecht. Der Vorgesetzt wird kaum ein Budget für eine nennenswerte Gehaltserhöhung zur Verfügung haben. Brummen dagegen die Geschäfte, stehen die Aktien gut. Trotzdem sollten Sie sich vor dem Gespräch einige Argumente zurechtlegen. Gerade in IT Berufen können Angestellte sehr gute Gehälter erzielen.

Das Prinzip einer Gehaltsverhandlungen

Ob Ihnen einen Gehaltserhöhung zusteht, hat nichts mit Ihrer persönlichen Situation zu tun. Egal, ob Sie einen teuren Kredit abzahlen müssen oder vielleicht gerade eine harte Zeit durchmachen. Ihr Chef ist keinesfalls verpflichtet, Ihnen mehr Geld zu zahlen. Er wird es nur tun, wenn er einen Vorteil darin sieht. Denn eigentlich handelt es sich um einen simplen Tausch. Sie bekommen mehr Geld und liefern dafür noch mehr Engagement und eine noch höhere Arbeitsleistung. Hier gilt es, den Chef zu überzeugen.

Argumente sammeln

Arbeit hart und rede darüber! Oft sind Teamleiter derart eingespannt, dass sie die Leistungen der einzelnen Mitarbeiter gar nicht einschätzen können. Wer bescheiden auftritt und nicht laut mit seinen Leistungen prahlt kann dabei leicht übersehen werden. Daher sollten Sie ihre Arbeit und Leistungen möglichst umfassend dokumentieren. Schreiben Sie sich in regelmäßigen Abständen auf, was sie geleistet haben. Vor allem dann, wenn Sie im Job überdurchschnittlich engagiert unterwegs waren. Sie sollten sich unter anderem überlegen:

  • Welche Erfolge Sie für das Unternehmen erzielt haben.
  • Welche Weiterbildungen Sie belegt haben, um ihr Fachwissen erhöhen.
  • Wie und wodurch sich ihre Leistung seit der letzten Gehaltsverhandlung gesteigert hat
  • Warum Sie besonders wertvoll für das Unternehmen sind.
  • Ob Sie mehr als der Durchschnitt im Betrieb leisten.
  • Welche beruflichen Ziele Sie haben und welchen Nutzen Sie dem Unternehmen künftig einbringen
  • Welche Gegenleistung das Unternehmen für die Gehaltserhöhung erwarten kann

Keine überzogenen Forderungen stellen

Wer unrealistische Forderungen stellt, tut sich keinen Gefallen. Deshalb sollten Sie unbedingt recherchieren, was Sie in ihrem Beruf, mit ihrer Qualifikation und ihrer Berufserfahrung verlangen können. Entsprechende Informationen finden Sie im Internet. Besonders hilfreich ist dabei die Website des Statistischen Bundesamtes. Auch Branchen- und Berufsverbände veröffentlichen aktuelle Gehaltstabellen. Auf jeden Fall aber sollten sie unbedingt die Inflation von rund 1,5 Prozent einberechnen. Für langjährige Mitarbeiter gilt die Faustregel rund drei bis zehn Prozent Gehaltserhöhung im Abstand von 18 bis 24 Monaten. Wer in eine höhere Position aufsteigt, kann mit einem Gehaltsplus von zehn bis 15 Prozent rechnen. Beachten Sie auch unbedingt die steuerlichen Konsequenzen! Manchmal bedeutet mehr Brutto leider sogar am Ende weniger Netto in der Brieftasche. Am besten Sie rechnen das vorher mit Ihrem Steuerberater durch.

Das Gespräch

Natürlich gibt es Schöneres, als mit dem Chef oder der Chefin um Geld zu feilschen. Und sicher geht man mit einem mulmigen Gefühl in die Besprechung. Aber mehr als Nein sagen kann er oder sie ja eigentlich nicht. Mit ein wenig Gespür, wie der Geschäftsführer oder Teamleiter gerade drauf ist, kann es sogar ein sehr inspirierendes Gespräch werden. Sie haben sich gut vorbereitet und Argumente gesammelt, warum gerade Sie eine Gehaltserhöhung verdient haben. Seien Sie trotz ihres Selbstbewusstseins auch offen für Kritik. Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, können Sie zunächst anbieten, über Ihre Leistungen oder das abgeschlossene Projekt zu sprechen. Verläuft das Gespräch in die richtige Richtung ist der Zeitpunkt gekommen, über Geld zu reden. Falls es jedoch keinen Spielraum für eine Gehaltserhöhung gibt und sich der Geschäftsführer hartleibig zeigt, sollten Sie keinesfalls in eine jammernde Position verfallen. Denken Sie daran, sie bekommen mehr Gehalt nur als Belohnung für Ihre Leistung oder als Vorschuss für Ihr künftiges Engagement. Nicht aber, weil sie wegen was auch immer mehr Geld wollen oder brauchen.

Vermeiden Sie außerdem unbedingt, sich mit anderen Kollegen zu vergleichen oder schlimmer noch über ihre miserablen Leistungen zu lästern. Bleiben Sie immer höflich und werden niemals beleidigend!

Es gibt noch mehr als Geld

Auch wenn es dieses Mal vielleicht nicht geklappt hat, stecken Sie den Kopf nicht in den Sand und versuchen es beim nächsten Mitarbeitergespräch oder in 18 bis 24 Monaten erneut. Vielleicht bietet Ihnen Ihr Chef auch andere Vorteile an. Einen Fahrtkostenzuschuss oder einen Firmenwagen. Allerdings müssen diese sogenannten geldwerten Vorteile ebenfalls versteuert werden. Eine gute Alternative zu Gehaltserhöhungen könnten unter anderem auch eine betriebliche Altersvorsorge oder Aktienanteile sein.

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