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Was ist eigentlich FinTech?

Wer sich hierzulande dazu entscheidet, seine Geldanlage aktiv in die Hand zu nehmen, gehört zu einer Minderheit: Viele Menschen scheuen die damit verbundenen Risiken oder einen potenziellen Zeitaufwand und verwalten ihr Vermögen lieber auf dem Giro- beziehungsweise Tagesgeldkonto. Doch auch dem motivierten Anleger kann das Wirrwarr der verschiedenen Finanzbegriffe bei der Recherche manchmal zu viel werden; wir beschäftigen uns heute speziell mit dem Thema FinTech.

Definition von FinTech

Ein FinTech-Unternehmen beschäftigt sich – wie der Name schon anklingen lässt – mit den Themen finance und technology auseinander. Die Branche lässt sich dabei nicht ganz scharf abgrenzen, sondern umfasst Unternehmen etwa aus den Bereichen Banking, Versicherungen, Peer-to-Peer-Kredite, Social Trading und mehr. FinTech ist ein schnell wachsender Sektor; die Investitionen in diesem Bereich nahmen etwa zwischen 2008 und 2015 um ganze 2200% zu.

Stellenwert von FinTech in Deutschland

Obwohl Finanztechnologien im internationalen Bild eine immer größere Rolle spielen, scheint Deutschland die Entwicklung bisher großteilig verschlafen zu haben – lediglich 0,6% der führenden FinTech-Unternehmen kommen von hier, die USA schaffen es im Vergleich auf 60%. Ganz ohne FinTech geht es allerdings auch in Deutschland nicht: So ist die Online-Bank N26 seit dem Jahr 2019 das wertvollste deutsche Start-Up im besprochenen Bereich.

So fordern FinTech-Firmen traditionelle Banken heraus

Nicht erst seit Kryptowährungen vermehrt in der öffentlichen Aufmerksamkeit auftauchen, stehen Banken in der Kritik. Undurchsichtige Strukturen, hohe Transaktionsgebühren sowie lange Überweisungszeiten gepaart mit Nullzinsen und unattraktiven Onlineauftritten ließen den Ruf nach einer Alternative laut werden. Ein prominenter erster Kandidat wurde PayPal: Mit einem Mal ließ sich Geld in nur wenigen Sekunden um die ganze Welt schicken, sowohl in der eigenen als auch in fremden Währungen. Was vorher noch Unsummen verschlungen hatte, war nun deutlich einfacher möglich.

Noch einen Schritt weiter gehen Kryptowährungen wie beispielsweise Monero: Hier wird dem Bankensystem vollständig der Rücken zugewendet, eine Verknüpfung mit einem Girokonto ist nicht mehr nötig oder möglich. Stattdessen steht die Privatsphäre des Nutzers im Fokus – in nahezu vollständiger Anonymität sind hier beispielsweise Regierungskritiker in Staaten vor einem Einfrieren ihrer Konten sicher. Dieser Ansatz wird immer wieder intensiv diskutiert, da er in der Theorie auch gefährlichen Kriminellen ein Agieren unter dem Radar der Strafverfolgung ermöglichen würde.

Wie investiert man in FinTech?

Wer sich mit dem Thema Finanztechnologien eingehend auseinandersetzt und in Folge zu dem Schluss kommt, dass eine Investition hier sinnvoll sein könnte, hat mehrere Möglichkeiten. Zunächst einmal könnte man sich ganz klassisch auf die Suche nach zwei bis drei vielversprechenden Unternehmen machen, deren Daten und Zukunftskonzepte miteinander vergleichen, um dann einzelne Aktien zu kaufen. Der Vorteil ist hier, dass man die volle Kontrolle über sein Investment hat und keine laufenden Kosten anfallen; nachteilig kann je nach Vorlieben die notwendige zeitaufwändige Beschäftigung mit den in Frage kommenden Firmen sein.

Einen anderen Weg gehen sogenannte Themen-ETFs: Hier kann der geneigte Anleger sein Erspartes in einen elektronisch gemanagten Fonds investieren, welcher beispielsweise nur Unternehmen aus der FinTech-Branche umfasst. Großer Beliebtheit erfreuen sich hier auch die dazu erhältlichen Sparpläne, welche beispielsweise durch wöchentliche oder monatliche Investments das Verlustrisiko zu streuen versuchen. Wer einsteigen möchte, sollte zunächst das Angebot der eigenen Hausbank durchforsten; nicht selten bietet diese ein kostenloses Depot an, wenn bereits ein Girokonto geführt wird. Comdirect, DKB & Co. bieten darüber hinaus Fondssparpläne an, welche für die meisten Belange des Anfängers völlig ausreichen.

Finanztechnologien sind eine zukunftsträchtige Branche: Kryptowährungen und mehr zwingen beispielsweise traditionelle Banken zu einem Umdenken, der Markt verhält sich dynamisch. In dieser Situation kann es für den einzelnen Anleger lohnenswert sein, auch FinTech-Positionen im eigenen Portfolio zu halten – insbesondere, da viele der betroffenen Firmen die pandemische Situation recht robust überstanden haben.

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