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Softwareentwicklung in Deutschland: Kosten gehen durch die Decke!

In einer modernen Wirtschaft müssen die meisten Unternehmen früher oder später ihre eigene Software entwickeln. Dies könnte eine einfache Webseite sein, auf der die Produkte und Dienstleistungen vorgestellt werden oder es könnte sich um ein groß angelegtes Firmenportal handeln, das komplexe Cloud-Computing- und Datenbankentechnologien beinhaltet.

Leider sind die Kosten in Deutschland relativ hoch, ganz unabhängig davon, ob es sich um eine einfache Webseite oder um eine groß angelegte, urheberrechtlich geschützte Software handelt. Die Kosten erhöhen sich bereits jetzt von Monat zu Monat. Die Beschleunigung der digitalen Wirtschaft durch die Covid-19-Pandemie hat den Mangel an erfahrenen Softwareentwicklern noch weiter verschärft.

Es gibt einfach nicht genug deutschsprachige und in Deutschland ansässige Softwareentwickler und IT-Spezialisten, um der Nachfrage auch nur annähernd gerecht zu werden. Während die Gehälter für Entwickler, DevOps-Ingenieure, etc. im vergangenen Jahr bereits um rund 10% angestiegen sind, sagen IT-Recruiter, dass Unternehmen nochmal mindestens 20% drauflegen müssen, um neue Teammitglieder auch langfristig zu binden.

Der Mangel an Softwareentwicklern und anderen IT-Spezialisten ist ein Problem in ganz Deutschland, zeigt sich jedoch besonders in Berlin und München, den beiden Städten mit den größten Tech-Branchen. Die Kosten für die Softwareentwicklung in München sind mit bis zu 12,5% höher als der Durchschnitt in Deutschland. Industrie-Insider sagen, dass der tatsächliche Unterschied der Entwicklergehälter sogar noch höher ist. Berliner Gehälter befinden sich ebenfalls weit über dem landesweiten Durchschnitt.

Ein positiver Faktor verhindert jedoch, dass die Softwareentwicklungskosten in München und Berlin völlig außer Kontrolle geraten, nämlich die Fernarbeit, die seit circa 1,5 Jahren für die meisten IT-Spezialisten zum Alltag gehört. Wahrscheinlich wird auch nach der Pandemie weniger Wert auf den physischen Standort der Entwickler, sondern ein größerer Fokus auf die eigentlichen Fähigkeiten und Erfahrungen gelegt werden.

Auch wenn historisch gesehen viele deutsche Unternehmen Nearshore-Teams aus osteuropäischen Standorten wie Polen, Ukraine, Belarus, Rumänien, Bulgarien und Serbien engagieren, wird dieser Ansatz weniger umgesetzt als in anderen Volkswirtschaften wie Großbritannien.

Dies liegt unter anderem daran, dass sich im Vergleich zum Englischen nur schwer Talente finden lassen, die Deutsch auf einem professionellem oder sogar nur Konversationsniveau sprechen. Viele traditionelle Unternehmen bevorzugen immer noch Talente mit soliden deutschen Sprachkenntnissen. Zum anderen konzentriert sich die deutsche Unternehmensstrategie traditionell auf höherwertige Waren und Dienstleistungen, die das Gütesiegel „Made in Germany“ umfassen.

Eine Kombination aus Marktrealitäten und erzwungener Fernarbeit durch die Pandemie treibt jedoch auch hierzulande die Nearshore-Softwareentwicklung weiter voran. Der Markt für IT-Spezialisten in beliebten Nearshore-Zielen wie der Ukraine wird zwar ebenfalls teurer, jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie in Deutschland. Des Weiteren bieten Nearshore-Märkte wie Belarus, Serbien und sogar Armenien und Georgien bereits heutzutage brauchbare Alternativen an.

Hochwertige Softwareentwicklung ist in einer zunehmend vernetzten Welt nirgendwo mehr günstig. Die Nachfrage nach erfahrenen Entwicklern und anderen IT-Spezialisten ist so hoch, dass die Fachkräfte ganz unabhängig vom Standort ihren Marktwert kennen. Dennoch gibt es immer noch einen erheblichen Preisunterschied, der bis zu 50% reichen kann, wenn man lokale Talente in den Technologiezentren von Berlin und München mit Nearshore- oder Offshore-Alternativen vergleicht.

Deutsche Unternehmen passen sich an und greifen zunehmend auf einen internationalen Ansatz zurück. Dies könnte sich langfristig auch auf die hohen Preise hierzulande auswirken, da sich in Deutschland ansässige Fachkräfte in einem internationalen Marktplatz behaupten müssten. Dies ist jedoch alles andere als ein zuverlässiges Szenario, da die Nachfrage nach Entwicklern in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter ansteigen wird.

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