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Linux: Was ist das?

Das weltweit bekannte und ebenso renommierte Betriebssystem Linux kann mittlerweile auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte innerhalb der vergangenen drei Jahrzehnte zurückblicken. Dennoch gilt es sowohl für Laien als auch die meisten ausgebildeten IT-Fachkräfte als eine echte Herausforderung, wenn es um die Handhabung beziehungsweise Administration von Linux geht. Was Linux eigentlich ist, woher es kommt und welche Funktionen das Betriebssystem mit sich bringt, ist vor diesem Hintergrund daher nur den Wenigsten bis ins Detail bekannt und hinterlässt in der Regel fragende Gesichter.

Die Ursprünge von Linux

Erfinder von Linux ist der einstige finnische Informatikstudent Linus Torvalds. Ende der 80er- beziehungsweise Anfang der 90er-Jahre hatte der Programmierer keineswegs im Sinn, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Vielmehr wollte er mit der Entwicklung einer eigenen Software die Fähigkeiten seines damaligen PCs auf Herz und Nieren prüfen und sich auf diese Weise ein tieferes Verständnis für die damalige moderne Technik aneignen.

Als Basis für das Programm dient bis heute das Betriebssystem Unix, welches bereits zu jener Zeit in zahlreichen Universitäten sowie Rechenzentren auf der ganzen Welt zum Einsatz kam. Das „Hobby“, wie es Torvalds einmal später bezeichnete, traf in der Unix-Community einen Nerv, da dieser die Fähigkeiten von Unix als zu begrenzt erschienen und die erforderlichen Workstations schlichtweg zu teuer waren.

Ein wesentlicher Schlüsselmoment für die Entstehung von Linux war es, als Torvalds versehentlich eine für Unix wichtige Partition auf seinem Heim-PC löschte und auf diesem die Lauffähigkeit nicht mehr gegeben war. Der damalige Informatikstudent stand nun vor der Wahl, das bisher verwendete Betriebssystem neu zu installieren oder die Eigenentwicklung zu einem nutzbaren System auszubauen. Im Jahr 1991 veröffentlichte Linus Torvalds die erste Version seiner eigenen Schöpfung.

Das Betriebssystem heute

Neben Windows und iOS gehört Linux mittlerweile zu den bekanntesten Betriebssystemen. Allerdings ist es im Gegensatz zu seinen digitalen Artgenossen kostenlos erhältlich und lässt sich darüber hinaus wesentlich freier auf die individuellen Bedürfnisse eines Anwenders oder an die vorherrschenden Gegebenheiten, beispielsweise in einem kleinen Netzwerkverbund oder die Infrastruktur eines Unternehmens, anpassen.

Dabei haben sich insbesondere die Linux-Varianten Mint und Ubuntu als besonders erfolgreich herausgestellt und sind stark verbreitet. Das Betriebssystem ist nach wie vor in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version zum Download verfügbar. Die Oberfläche erinnert an Windows, wodurch es sich vor allem für Umsteiger sehr gut eignet. Dennoch gelten gerade in diesem Zusammenhang Linux Schulungen mit unterschiedlichsten Inhalten als empfehlenswert.

Verbreitung und Kompatibilität

Das Maskottchen von Linux ist der kleine Pinguin „Tux“. Ist also ein Programm mit dem Betriebssystem kompatibel, wird es mit dem Tier markiert. Linux unterstützt zahlreiche kostenlos verfügbare Anwendungen aus den Bereichen Grafik, Office sowie Social Media und Internetbrowser. Weitere hilfreiche Tools für die tägliche Arbeit sind ebenfalls kostenlos erhältlich.

Im direkten Vergleich mit anderen kommerziellen Betriebssystemen ist Linux in einem deutlich geringeren Umfang auf privaten PCs oder auf Systemen in Unternehmen jedweder Größe anzutreffen. Dieser Umstand führt zu einer wesentlich geringeren Gefährdung durch Malware und/oder Viren. Weltweit renommierte Sicherheitsexperten ermitteln immer wieder in umfangreichen Tests, dass Linux aufgrund von zahlreichen, optional verwendbaren Sicherheitsmaßnahmen, einen enorm hohen Schutz gegen die täglich dynamische Bedrohungslage durch Cyber-Attacken auf der ganzen Welt bietet.

Angesichts des andauernden Erfolgs sowie durch das große Angebot an kostenfrei erhältlicher Software in Verbindung mit einem guten Schutz gegen Angriffe dürfte sich Linux auch in den nächsten Jahren einen festen Platz sichern und zahlreiche Verbesserungen erfahren.

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