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Apple iPad Air 2022: Was kann das neue Tablet-Flaggschiff aus Cupertino?

Am 18. März dieses Jahres hat Apple zusammen mit dem iPhone SE den neusten Ableger der iPad-Air-Reihe in den Handel gebracht. Dabei überzeugt das Flaggschiff-Tablet aber nicht nur mit gewohnt hohen Preisen, sondern auch mit einer Fülle an technischer Ausstattung. Einer der wenigen Punkte, der sich gegenüber dem Vorgänger kaum verändert hat, ist lediglich das Design. Dieser Umstand lässt sich aber bei nahezu allen neuen Apple-Geräten feststellen und überrascht daher nur wenig.

Die technischen Daten im kurzen Check

Hinsichtlich des Designs gibt es seit der größeren Änderung im Jahr 2020 keine Besonderheiten beim neuen iPad Air. Denn das Gehäuse ist weiterhin den Seiten abgeflacht, verfügt über dünne Bildschirmränder und einen Touch ID Sensor, der direkt im Home-Button – dem Apple im Übrigen treu bleibt – verbaut ist. Außerdem gibt es das iPad Air 2022 (5. Generation) in einigen neuen Farben:

  • Polarstern
  • Blau
  • Violett
  • Rosé

Der Klassiker „Space Grey“ ist nach wie vor im Sortiment und gleichzeitig der einzige Farbton, der tatsächlich von den Vorgängern übernommen wurde. Das liegt mutmaßlich vor allem daran, dass er sich mit Abstand am besten verkauft.

Die wichtigsten technischen Neuerungen sind der M1-Prozessor, der durch einen 5G-Chip ergänzt wird. Außerdem ist eine Ultraweitwinkel-Kamera jetzt auch in der Gerätefront zu finden und kommt mit 12 Megapixeln daher. Kleinere Veränderungen sind der doppelt so große RAM (8 statt 4 GB) und die ebenfalls doppelt so schnelle USB-C-Buchse (10 statt wie bisher 5 Gbit pro Sekunde).

Die Ausrichtung des Touch ID Sensors

Wenn Apple neue Geräte auf den Markt bringt, sind User und Tester gleichermaßen und immer wieder aufs Neue begeistert, welche Kleinigkeiten sich der Technik-Riese einfallen lässt. Beim iPad Air 2022 ist das etwa der Touch ID Sensor, der sich je nach Ausrichtung des iPads an den dann genutzten Finger anpassen lässt.

Wird das Gerät horizontal (quer) gehalten, kommt am ehesten der rechte Zeigefinger fürs Entsperren zum Einsatz. Hält der User das Gerät aber vertikal, ist es eher der rechte Daumen oder der linke Zeigefinger. Dementsprechend fragt das iPad direkt bei der Einrichtung von Touch ID die bevorzugten Finger und die entsprechenden Abdrücke ab.

Im Übrigen ist „Touch ID eben Touch ID“. Durch das Auflegen des Fingers wird das Gerät nur freigeschalten, der eigentliche Homescreen erscheint aber erst nach einer zusätzlichen Wischgeste. Wer das nicht direkt auf dem Schirm hat, bekommt es praktischerweise direkt mitgeteilt – denn etwas ungewohnt ist dieses Verhalten durchaus.

Gehäusedesign und Qualität

Dass bei Apple-Geräten Sorgen bezüglich der Verarbeitung angebracht wären, hört man zu Recht nur selten. Denn egal ob iPhone, iPad oder Mac: Apple setzt auf sehr hochwertige Materialien und spart auch nicht bei deren Verarbeitung. Selbst minimale Feinheiten sitzen aufs Detail und Verarbeitungsfehler sucht man bei 99,9 Prozent der Apple-Devices ebenfalls vergeblich.

Selbiges gilt auch für das neue iPad Air. Das Gehäuse besteht aus dünnem Aluminium, in das die Kamera, die Schaltflächen und Knöpfe sowie Buchsen optimal eingebettet sind. Grund zur Sorge besteht hier also nicht – und Montagsmodelle können ohne Weiteres zurückgesendet und gegen ein neues iPad Air 5 ausgetauscht werden.

Die Frontkamera

Dass und vor allem aus welchem Grund Face ID noch immer nicht bei iPads verfügbar ist, verwundert bis heute zahllose Userinnen und User. Entsprechendes gilt erst recht beim neuen iPad Air, denn Apple verbaut hier die aktuellste Ultraweitwinkel-Kamera auch auf der Vorderseite und ermöglicht damit die Integration zahlreicher Features. Dass dazu auch Face ID gehören könnte, liegt auf der Hand, wurde aber einmal mehr nicht umgesetzt.

Zu den genannten Features gehört aber beispielsweise „Center Stage“. Der „Folgemodus“ fokussiert das Gesicht des Users in Videochats und Konferenzen, auch wenn es sich bewegt. So bleibt das Gesicht immer in der Mitte des Bildes, was bei einer „starren“ Kameraeinstellung nicht möglich wäre. Center Stage kann im Kontrollzentrum aktiviert und deaktiviert werden.

Generell gilt für die Frontkamera, dass der Blickwinkel weiterhin wenig optimal ist. Denn besonders im Querformat, in dem das iPad in der Regel für Videocalls genutzt wird, ist der User immer von „links unten“ zu sehen. Eine Möglichkeit, dem Gegenüber beim Gespräch wirklich in die Augen zu sehen, gibt es dadurch nicht – zumindest nicht, ohne völlig unnatürlich vor dem Gerät zu sitzen. Außerdem ist es dann nicht mehr möglich, die Inhalte auf dem Display selbst zu sehen.

Fazit: Wenig Überraschungen, aber ein gelungenes Gesamtpaket!

Das neue iPad Air 2022 kommt mit vergleichsweise wenig bis keine optischen Neuerungen daher – abgesehen von einigen Farben. Hinsichtlich der technischen Ausstattung wurde das Gerät insgesamt auf den neusten Stand gebracht und ist nun auch mit dem Desktop-Prozessor M1 ausgestattet. Etwas schade finden wir, dass weiterhin kein Face ID möglich ist. Wer aber über diesen Punkt hinwegsehen kann, wird mit dem neuen iPad Air 5 mindestens so viel Freude haben wie mit dem Vorgänger.

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