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Bitcoin, Bild: Unsplash
Kryptowährungen erlebten Ende 2021 ihre beste Zeit. Bild: Unsplash

Kryptowährungen in Deutschland: Das sind die Möglichkeiten

Man hätte es vielleicht nie vermutet, doch sind Kryptowährungen zweifelsohne auf dem Weg zum Durchbruch. Noch nutzen nicht allzu viele Deutsche Kryptowährungen. Letzten Statistiken zufolge sind es vermutlich nur rund 2 Millionen Menschen, wobei dies vor allem die jüngere Generation bis zu einem Alter von 34 Jahren betrifft. Je älter die Menschen sind, desto geringer scheint das Interesse an Kryptowährungen oder der Wille, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vielleicht ist es auch ein Stück Skepsis, die eine Rolle spielt. Kryptowährungen kann man immerhin nicht wie Papiergeld oder Edelmetalle in der Hand halten. Man kann sie allerdings umtauschen in eben jene mondäne Werte.

Ebenso wenig hätte man gedacht, dass Deutschland tatsächlich weltweit einer der Vorreiter in Sachen Kryptowährungen ist. Vermutlich liegt es daran, dass man sich bereits mit einem digitalen Euro befasst und Kryptowährungen allgemein auf hohes Interesse in der Bevölkerung stoßen. Welche Möglichkeiten es für Kryptowährungen in Deutschland gibt, ob und wie sie reguliert sind, sowie ob man vielleicht auch online spielautomaten mit ihnen spielen kann, zeigen wir Ihnen auf.

Kryptowährungen sind in Deutschland legal

Während Kryptowährungen in einigen Ländern der Welt verboten sind, gibt es in Deutschland kein Gesetz, dass dagegen sprechen würde. Das Gegenteil ist tatsächlich der Fall. Zwar sind in Deutschland Kryptowährungen kein legales Zahlungsmittel wie der Euro, doch ein anerkanntes Finanzinstrument, mit dem man ebenfalls etwas bezahlen kann. Allgemein kann also jeder Kryptowährungen besitzen und die werden sogar als Privatvermögen gewertet.

Eine Regulierung von Kryptowährungen gibt es nicht, da sie dezentral sind und entsprechend nicht von einem Land reguliert werden können. Lediglich werden Dienstleister reguliert, die als Service Kryptowährungen für Deutsche aufbewahren oder sie managen. Dies gilt allerdings nur so lange, wie ein deutscher Kunde solcher Dienstleistungen seine Keys nicht kennt.

Steuern und Kryptowährungen

Je beliebter Kryptowährungen geworden sind, desto schneller ist der Fiskus bald hinterher gewesen, auch etwas vom großen Kuchen der Kryptoanleger abhaben zu wollen. Steuern fallen entsprechend durchaus teilweise auf Kryptowährungen an. Die gilt jedoch nur, wenn man innerhalb von 12 Monaten mehr als 600 Euro an Vermögenszuwachs durch Kryptowährungen erzielt. Ausnahmen gibt es hierzu jedoch:

  • Ein Plus unter 600 € innerhalb eines Jahres ist steuerfrei
  • Mindestens ein Jahr gehaltene Kryptowährungen sind steuerfrei
  • Kryptowährungen selbst werden nicht besteuert

Es scheint ein schmaler Grad zu sein, wo hier die Grenze gezogen wird. Kurzfristige Trades werden fast immer besteuert, sofern sie mehr als 600 Euro an Plus verursachen. Wenn man jedoch beispielsweise 600 € Wert in Bitcoin ein Jahr lang hält, ist dies wiederum steuerfrei. Sofern man hingegen seine Kryptowährungen verkauft und sich davon etwas kauft, die Differenz steuerpflichtig. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn man 1.000 Euro in Bitcoin investiert und die Bitcoins nach vier Monaten für das Doppelte verkauft.

Plattformen für Kryptowährungen

Traditionell kann man an Kryptobörsen Euro gegen eine Kryptowährung der Wahl eintauschen, wobei es ratsam ist, seine eigene Wallet zu haben und nicht nur die an der Börse. Hierfür gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Binance: Binance ist eine Kryptobörse, die zudem eine Prepaid-Kryptokreditkarte anbietet. Seine Kryptos kann man dort nicht nur kaufen und verkaufen, sondern auch damit eine Prepaid-Kreditkarte aufladen. Mit der Karte kann man sich Bargeld an einem Automaten auszahlen lassen oder in einem Geschäft bezahlen.
  • Mountain Wolf: Mountain Wolf funktioniert sehr ähnlich wie Binance, doch kann man sich dort sogar ein Konto mit eigener IBAN einrichten und dadurch seine Kryptos vielfältig nutzen.
  • eToro: eToro ist eine der bekanntesten Online-Börsen, bei der man sowohl in herkömmliche Aktien als auch in Kryptowährungen investieren kann. Selbstverständlich kann man dort auch mit seinen Kryptos handeln sowie diese wieder in Euros umtauschen.
  • Bitpanda: Bitpanda ist eine weitere Börse, allerdings mit nur eingeschränktem Angebot an Kryptowährungen. Auch hier kann man seine Kryptos wieder in Euros umtauschen und sich auszahlen lassen.
  • Nexo: Nexo ist keine Kryptobörse per se. Es ist mehr eine Plattform zur Investition in Kryptowährungen, wo man jedoch auch eine Kryptowährung gegen eine andere eintauschen kann — man kauft sie in dem Fall nicht mit seinen Euros. Wenn man sich etwas seiner Kryptos auszahlen lassen möchte, geschieht dies in Form eines Kryptokredits. Der Kryptokredit kann dann entweder mit Euros oder einer Kryptowährung zurückgezahlt werden. Da hierbei nichts gehandelt wird, kann man sich schnell Kryptos in Euros umtauschen, ohne Steuern zahlen zu müssen.

Verwendung und Auszahlung von Kryptowährungen

Am einfachsten ist es, sich für eine Plattform zu entscheiden, bei der man durch eine Prepaid-Kreditkarte jederzeit Zugriff auf seine Kryptowährungen hat. Solcherlei Prepaid-Karten können von mehreren Währungen abgedeckt sein, wie diverse Kryptos bis hin zum herkömmlichen Euro. An Geldautomaten lässt man sich damit einfach Geld auszahlen oder zahlt online mit ihr wie mit einer herkömmlichen Kreditkarte. Darunter fallen auch Einzahlungen in ein Online Casino.

Andernfalls besteht die Möglichkeit, seine Kryptos an einer Börse wieder in Euro einzutauschen und sich auf sein Bankkonto überweisen zu lassen. Dies geschieht im Idealfall nach Ablauf von 12 Monaten, wenn es mehr als 600 Euro sind.

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