ANZEIGE: Home / Magazin / Ist ein Virenscanner für Android-Smartphones sinnvoll?

Ist ein Virenscanner für Android-Smartphones sinnvoll?

Bei den mobilen Betriebssystemen ist Android die absolute Nummer eins. Das betrifft natürlich auch die Smartphones, die für eine bestimmte Dauer System-Updates erhalten. Bei der Bedienung setzte man von Anfang an auf Apps und auf einen Store, in dem neue Anwendungen heruntergeladen werden können. Für genügend Inhalte sorgen App Entwickler, die für die Verbreitung ihrer Android-Programme vorrangig den offiziellen Google Play Store nutzen. In diesem befinden sich Apps aus den verschiedensten Bereichen, auch die Sicherheit ist ein Thema. Schlägt man diesen Teil auf, dann kommen unter anderem Virenscanner zum Vorschein. Viele kennen sie nur vom Computer, macht eine entsprechende Anwendung auf dem Android-Smartphone also überhaupt Sinn?

Die Antwort hängt stark vom Nutzungsverhalten ab

Fakt ist, dass Android-Apps Viren und Schadsoftware (Malware) verbreiten können. Bösartige Anwendungen dieser Art sollten sich eigentlich nicht im Google Play Store aufhalten, doch trotz verschiedener Sicherheitsmaßnahmen schlüpfen immer wieder welche durch. Das alleine ist aber noch kein Grund, um sich unbedingt einen Virenscanner zu installieren. Es sollte eher dann der Fall sein, wenn Downloads häufig aus unbekannten Quellen vollzogen werden und beim Anklicken von Links nicht auf deren Zieladresse usw. geachtet wird. Dann besteht ein Sicherheitsrisiko und ein Virenscanner macht Sinn.

Wird hingegen nur der Google Play Store verwendet und ist man generell vorsichtig unterwegs, dann ist ein Scanner optional und keine Pflicht. Die Gefahr von Schadsoftware ist in diesem Fall sehr gering.

Wo besteht die Gefahr bei Viren und Malware?

Zunächst ist es so, dass das Ziel solcher bösartigen Programme immer unterschiedlich ist. Manche sind auf das Ausspähen sensibler Daten ausgelegt (betrifft zum Beispiel Bankdaten oder die Kontakte), andere wiederum wollen das Handy für Bitcoin-Mining missbrauchen. Die grundsätzliche Gefahr ist aber immer gleich, dem Nutzer wird Schaden zugefügt.

Auch Google unternimmt etwas

Seit 2017 gibt es Google Play Protect. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitslösung von Google, die sämtliche Apps auf dem Smartphone auf Sicherheitsbedrohungen überprüft. Das passiert auf Wunsch automatisch und eine manuelle Installation ist nicht erforderlich, da die Sicherheitslösung mithilfe eines Updates der Google-Play-Dienste alleine den Weg aufs Smartphone findet. Wer Play Protect regelmäßig seine Arbeit machen lässt und vorsichtig ist, der benötigt ebenfalls keinen Virenscanner.

Tipps, um sich vor Schadsoftware auf dem Android-Handy zu schützen

Der Kern des Malware-Problems ist, dass sich die Mehrheit über alternative Downloadportale außerhalb des Play Stores verbreitet. Ab Werk ist die Installation zwar unterbunden, doch mit nur wenigen Klicks lässt sich dieser Umstand in den Einstellungen ändern. Ein Tipp ist daher, dass die Option nicht verändert wird und ausschließlich der Play Store und offizielle Seiten für das Herunterladen von Apps verwendet werden.

Einen wichtigen Teil tragen auch Android-Updates bei, denn sie schaffen gefundene Sicherheitslücken aus der Welt. Leider werden ältere Android-Smartphones oft nicht mehr mit Aktualisierungen versorgt, sodass in diesem Fall nur mehr ein Umstieg auf ein neueres Modell hilft. Wenn es aber ein Update gibt, dann sollte es auch installiert werden.

Zu guter Letzt sollte beim Download einer App auf die Berechtigungen geachtet werden. Wenn beispielsweise eine Radio-Anwendung Zugriff auf die Fotos haben möchte, dann ist Skepsis angebracht. Eine kurze Recherche (Bewertungen durchlesen und Google fragen) sollte allerdings schnell Abhilfe schaffen, ob die App eine Gefahr darstellt oder nicht.

Auch cool

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem digitalen Versicherungsmakler per App abschließen

Die Digitalisierung ermöglicht in vielen Bereichen der Arbeitswelt eine Erleichterung bei Arbeitsprozessen. Diese digitalen Hilfsmittel …