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Ergonomie am Arbeitsplatz: Bitte auch im Home-Office nicht vergessen

Nicht nur durch die Corona-Krise, sondern generell durch den Wandel der Arbeitswelt spielt das Home-Office eine immer wichtigere Rolle. Mehr und mehr Beschäftigte arbeiten freiwillig oder aufgrund betrieblicher Notwendigkeit von zuhause aus – dabei gerät aber ein Punkt gerne in Vergessenheit: Die Ergonomie. Auch im Home-Office sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf einen gesundheitsschonend eingerichteten Arbeitsplatz achten.

Typische Fehler: So sollte auf keinen Fall gearbeitet werden

Klassischerweise findet die Arbeit im Home-Office am Notebook statt. Dass Beschäftigte hier vorübergehend, besonders wenn das Home-Office spontan angeordnet wurde, am Esstisch oder auf der Couch Platz nehmen, lässt sich kaum vermeiden. Wichtig ist aber, sich früher oder später – sollte die Tätigkeit in den eigenen vier Wänden Normalität werden eher früher – um einen vollwertigen und damit ergonomischen Arbeitsplatz zu bemühen.

Die häufigsten Fehler bei der Arbeit im Home Office:

  • Schlechte Haltung: Nach vorne gebeugt am Esstisch über dem Notebook sitzend – dass das nicht gesund ist, erklärt sich von selbst
  • Kein ordentlicher Stuhl: Auch die Couch ist kein Arbeitsplatz – selbiges gilt für starre und unbequeme Hocker oder Esstischstühle
  • Unprofessioneller oder fehlender Tisch: Ein Arbeitsplatz muss ausreichend Platz bieten, um der beruflichen Tätigkeit überhaupt nachgehen zu können – hier ist ein vernünftiger Schreibtisch unvermeidbar

Übrigens: Etwas abseits der Ergonomie steht die Kleidung im Home-Office. Studien haben gezeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wesentlich produktiver arbeiten, wenn sie auch zuhause mit Jeans und Hemd sitzen. Nach Feierabend ist gegen die Jogginghose natürlich nichts mehr einzuwenden.

Top vier: Diese Voraussetzungen erfüllt ein guter Arbeitsplatz im Home-Office

Ein ergonomischer Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden erfordert weder einen großen Geld- noch Zeiteinsatz. Stattdessen reicht es bereits aus, an einigen wenigen Stellschrauben zu drehen, um die berufliche Tätigkeit wesentlich ergonomischer und damit gesundheitsschonender zu gestalten. Ein Überblick über unsere Top vier.

Der Schreibtischstuhl

Ein verstellbarer Stuhl ist ein Muss. Nahezu jeder Bürostuhl lässt sich zumindest in der Höhe und der Neigung der Rückenlehne verstellen. Optimal ist es, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusätzlich die Höhe und Ausrichtung der Armlehnen an ihren persönlichen Bedarf anpassen können. Dies ist allerdings kein Muss und verursacht beim Kauf eines neuen Stuhls auch einiges an Mehrkosten.

Wichtig beim Sitzen ist, dass die Beine im rechten Winkel und die Füße auf dem Boden aufstehen. Sie sollten keinesfalls in der Luft schweben, außerdem sollte ein „Lümmeln“ im Schreibtischstuhl vermieden werden.

Der Schreibtisch

Jeder Mensch ist anders – sowohl vom Körperbau her als auch hinsichtlich Größe und Proportionen. Hier ist es nahezu unmöglich, einen einheitlichen Schreibtisch für alle Personen herzustellen – das sollte auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bekannt sein.

Das „Non Plus Ultra“ ist daher ein höhenverstellbarer Schreibtisch, gerne auch manuell. Er lässt sich nicht nur an die ideale Sitzposition anpassen, sondern ermöglicht zusätzlich auch die Arbeit im Stehen. Sie schont Wirbelsäule und Beine und sorgt Studien zufolge außerdem dafür, dass Beschäftigte sich fitter fühlen und entsprechend leistungsfähiger sind. Dies können wir aus eigener Erfahrung bestätigen.

Der Monitor

Optimalerweise befindet sich die obere Kante des Monitors genau auf Höhe der Augen – selbstverständlich bei gerader Sitzposition. Der so entstehende Winkel ist Experten und Studien zufolge ideal für die Arbeit am Rechner.

Außerdem sollte der Monitor die Augen nicht zu stark belasten, was am besten durch einen sogenannten Blaulichtfilter funktioniert. Er lässt sich bei diversen Herstellern direkt am Monitor, allerdings auch direkt unter Windows aktivieren. Das fehlende blaue Licht sorgt dafür, dass die Augen insgesamt weniger angestrengt sein müssen und auf diese Weise länger und schmerzfrei „funktionieren“.

Optimal: Wechsel zwischen Sitzen und Stehen

Optimalerweise wechseln Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer spätestens alle 60 Minuten die Sitzposition. Selbst wenige Minuten im Stehen bringen Muskeln und Durchblutung in Schwung und sorgen dafür, dass man sich insgesamt wohler und fitter fühlt. Besonders sinnvoll ist die stehende Arbeitsweise außerdem zu Zeiten, in denen normalerweise eher ein „Tief“ einsetzt – etwa morgens bei Dienstbeginn oder nach der Mittagspause.

Der Kostenfaktor ist bei höhenverstellbaren Schreibtischen dabei mittlerweile kein Argument mehr. Durch die hohe Nachfrage sind verstellbare Arbeitstische mittlerweile sogar günstiger als normale Schreibtische, weil die Hersteller infolge der Corona-Krise um neue Kunden kämpfen. Hier bestehen also nach wie vor gute Chancen, einen günstigen Tisch abzugreifen – entweder mit oder ohne Tischplatte.

Ergonomisches Arbeiten ist wichtig – nicht nur im Büro

Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz verhindert auf kurze wie lange Sicht zahlreiche Krankheiten und körperliche Beeinträchtigungen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten – das gilt im Übrigen auch für Selbstständige – daher nicht an der falschen Stelle sparen und sich mit einer gesundheitsschonenden Ausstattung auch im Home-Office beschäftigen.

Tipp: Viele Arbeitgeber fördern die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Möglicherweise besteht daher die Chance auf einen Bonus oder Zuschuss zu den gekauften Möbeln – fragen kostet nichts!

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