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Mobile Überwachung von Servern via Apps

Mobile Überwachung von Servern via Monitoring-Apps wird immer wichtiger

Geschäftskritische Businessanwendungen und E-Commerce-Plattformen bedürfen eines reibungslosen IT-Betriebes. Denn beispielsweise schon ein Serverausfall von nur einer Stunde führt zu erheblichen finanziellen Einbußen: der E-Mail-Verkehr im Büro ist unterbrochen, ein Online-Shop ist nicht mehr erreichbar, wichtige Informationen stehen Kunden nicht zur Verfügung. Ein großes Problem im Online-Business, denn die Konkurrenz ist bekanntlich nur einen Klick entfernt und die Kunden bzw. Nutzer machen in Foren und in den sozialen Netzwerken ihrem Unmut Luft.

Zur Lösung des Problems sollte ein Anruf beim Administrator oder dem entsprechenden Mitarbeiter in der unternehmenseigenen IT-Abteilung reichen, um über den kritischen Zustand zu informieren. Dieser kann sofort dank des Einsatzes verschiedener Server-Management-Tools reagieren und das Problem schnellst möglich beheben.

Die Nachfrage nach mobiler Steuerung von Servern steigt

Gerade in der heutigen Zeit, in der Arbeitsplätze und Arbeitszeiten immer flexibler gestaltet werden, bedarf es auch Lösungen von unterwegs, um den reibungslosen Serverbetrieb aufrecht zu erhalten. Daher werden von den Nutzern immer häufiger spezielle Apps für Tablet- und Smartphone-Geräte nachgefragt. Neben den etablierten Lösungen wie den Plesk-Tools von Parallels oder WinAdmin – Remote Desktop gibt es auch einige Hosting-Anbieter die auf diese große Nachfrage reagieren und eigene, individuelle Server-Monitoring-Apps auf den Markt bringen – häufig auch kostenlos,  wie zum Beispiel der Mobile Server Manager für Root Server von Host Europe.

Was können die mobilen Apps leisten?

Host Europe Mobile Server ManagerDie mobilen Wächter bieten Administratoren die bequeme Überwachung und Steuerung ihrer Server von jedem Ort aus und rund um die Uhr. Die Server können direkt vom Tablet oder Smartphone aus überwacht werden, und die Endanwender sind in der Lage,  umgehend auf Probleme zu reagieren und beispielsweise per Knopfdruck den Server neu zu starten. Die Einrichtung und Bedienung ist sehr einfach. Man muss lediglich die App downloaden, sich einloggen und schon startet das mobile Monitoring.

Mit einer einzigen Administrations-App kann man alle Server, die man betreibt, überwachen. Als Basis-Informationen stehen je nach Angebot des Hosting-Dienstleisters zum Beispiel der Betriebszustand oder die Auslastung des Servers in Echtzeit zur Verfügung. Weitere Detail-Informationen zu einzelnen Servern gibt es (je nach App) zur Belastung des Arbeitsspeichers, des Prozessors und der Festplatte, über den Zustand des Servers (aktiv, angehalten oder neu startend) und die Server-IP-Adressen. Zusätzlich kann der Admin den Status der Monitoring-Services abrufen, beispielsweise von HTTP-, Ping- und SMTP-Checks.

Einige Apps bieten auch Push-Nachrichten, wenn Services gestoppt oder gestartet sind, Domainlimits überschritten werden oder Lizenzen ablaufen.

Serverüberwachung mit Plesk

Viele Provider bieten ihren Kunden heutzutage die wohl bekannteste Verwaltungssoftware Parallels Plesk Panel – meist kostenlos – an. Das Konfigurationstool für virtuelle Server erlaubt verschiedene Zugriffsmöglichkeiten, ob als Administrator, Domain-Besitzer oder auch Mailbenutzer. Für diese verschiedenen Login-Möglichkeiten gibt es dementsprechend auch verschiedene Interfaces, die es den einzelnen Gruppen erlauben, passgenau auf ihre Daten zuzugreifen.

Schon seit geraumer Zeit stehen sowohl der Plesk Monitor als auch der Plesk Manager als kostenlose Apps in den Downloadstores bereit. Mit diesen lassen sich Server auch ganz einfach mobil von unterwegs aus managen. Dazu muss man vorher allerdings das kostenpflichtige Add-on Bundle PowerPanel auf dem zu überwachenden Server installieren und die Version von Plesk ständig aktualisieren – Mindestvoraussetzung ist Parallels Plesk Panel 10.4. Nach dem Installationsprozess kann man sofort loslegen, indem man nur den Hostnamen, den Loginnamen und das Passwort eingibt. Schon erhält man den Zugriff auf Details wie Server- oder CPU- Auslastung, aber auch Statistiken zur Datenübertragung. Man kann Passwörter neu vergeben, Zugriffsbeschränkungen oder auch den ganzen Server neu starten.

Fazit

Ein Serverausfall ist für jeden verantwortlichen Administrator oder IT-Mitarbeiter der Worst Case, vor allem, wenn er nicht schnell genug reagieren kann. Mobile Anwendungen sind daher nur die logische Reaktion der Hosting-Dienstleister, ihren Kunden mit den bestmöglichen Monitoring-Tools, auch von unterwegs, zu versorgen. Denn eine ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme ist heute in jedem Unternehmen Pflicht.

Autor Wolf-Dieter Fiege

Wolf-Dieter Fiege ist Redakteur und Autor des Blog & Online-Redaktionsteams der Host Europe GmbH, einem der größten Anbieter von Serverhosting in Europa. Weitere Artikel von Wolf-Dieter findet Ihr bei Google+.

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3 Kommentare

  1. Inwiefern kann man mit dieser App eingreifen, falls der Server down geht? Es wird beschrieben, dass ein Neustart möglich sei. Was noch?

  2. Das sind sicher nette Gimmicks, ersetzen aber IMHO keine richtige Monitoring Lösung wie Icinga, Nagios & Co – wenn es wirklich um geschäftskritische Server geht.

    Keine dieser Apps wird mich darauf aufmerksam machen, wenn die Systemzeit aus dem Ruder läuft, ein SSL Zertifikat abläuft oder das tägliche Backup nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde und eine Menge anderer Sachen, die für den reibungslosen Betrieb nötig sind.

    Was, wenn ich gerade im Ausland bin und daher kein mobiles Internet aktiviert habe, werde ich dann trotzdem informiert?

    Überhaupt erscheint mir die Aussage, dass zur Lösung des Problems der Admin angerufen werden sollte etwas komisch. Der weiß das durch den Einsatz von Icinga & Co üblicherweise vor mir. Seit ich für mich und meine Kunden einen Icinga Monitoring Server einsetze schlafe ich ruhiger (mit Ausnahme einiger Fehlalarme zu Beginn 😉 und das Verhältnis zu meinen Kunden ist noch besser geworden. Es gibt keine „Da läuft $Anwendung schon wieder nicht, mach mal“-Anrufe (mit manchmal säuerlichen Unterton) mehr. Jetzt melde ich mich beim Kunden mit einem Statusbericht zu einem Ausfall, der dort meistens noch gar nicht aufgefallen ist.