kernel
Facebook – Ein Blick hinter die Kulissen und in das komplexe System
“A Day in the Life of Facebook Operations” bezeichnete Tom Cook, System Engineer von Facebook seinen Vortrag auf der “Velocity 2010″ Er liefert dabei interessante Einblicke in den Aufbau der Server und Services, auf Open-Source Basis.
Da Facebook mittlerweile mehrere 10.000 Server hinter einem gigantischen Load Balancer System im Einsatz hat, ist es eine große Herausforderung diese alle zu Verwalten und auf den aktuellen Stand (Patches, Security Fixes, …) zu halten. Tom Cook erläutert in seinem ca. 40 minütigen Vortrag den grundlegenden Aufbau von Facebook. Hier einige wichtige Fakten und Komponenten aus der Sicht eines Systemadministrators.
Betriebsystem:
Facebook setzt ausschließlich auf Linux. Verwendet wird eine CentOS 5 Version mit einem modifizierten 2.6er Kernel
Datenbank:
Als Datenbank wird MySQL verwendet.
Caching:
HipHop for Php
ist ein SourceCode Transformer, welcher PHP in einen performanceoptimierten und kompilierten C++ Code verwandelt. Enwickelt wird das System von 3 Facebook Engineers auf Open-Source Basis. Durch die Einführung von HipHop wurde die WebServerlast von Facebook um beachtliche 50% Reduziert.
Memcached
Ist ein Open Source Cache-Server der häufig verwendete Abfragen (insbesondere SELECT Statements) vom Datenbankserver im Arbeitsspeicher abspeichert und dadurch Festplattenzugriffe bzw. Datenkbankzugriffe stark reduziert. Memcached hält für Facebook derzeit über 300+ TB live Daten im RAM.
Configuration Management:
CFengine 2.x.x
ist eine zentrale Configurations Management Software um viele (mehrere 10.000) Systeme auf den gleichen Softwarestand zu bringen und zu aktualisieren. Dieser Vorgang wird alle 15 Minuten für ALLE Server ausgeführt. So können zentral über 100 Policies welche einige 1000 Regeln beinhalten innerhalb von 30 Sekunden bei allen Servern auf den neuesten Stand gebracht werden.
Monitoring:
Hierbei setzt man ebenfalls auf bekanntere System wie Ganglia, Nagios und ODS (Operational Data Store),
WebPush:
Das Verteilen von neuen Inhalten, Features und Patches für Facebook.com wird über einen internen BitTorrent Server realisiert. Es dauert so ungefähr eine Minute bis der neue Code für Facebook.com auf mehreren 10.000 Servern verfügbar ist. Folgende Zyklen werden dabei verwendet
1x pro Woche für neue Features
1x pro Tag für Code Änderungen an der Hauptseite
mehrere male am Tag für Bugfixes und Patches
Kompletter Vortrag von Tom Cook:
Links of the week #16

Die wichtigsten Themen der letzten Woche im Überblick
Update 3 für iWork ’09
Das iWork ’09 Update 3 “verbessert die allgemeine Stabilität und Kompatibilität, die Hilfe wird aktualisiert und es werden weitere kleinere Probleme in Keynote, Pages und Numbers behoben. Verbessert wurde unter anderem: Die Dateigröße von Bildern mit Transparenz ist geringer. Die Dateigröße bestimmter Filme kann beim Einfügen verwaltet werden. Das Arbeiten mit Datumsangaben und Zeiträumen im Daten-Editor von Keynote und Pages. Der Export nach CSV aus Numbers bei Verwendung von Tabellenkategorien. Weiterhin wird auch die Kommentarbenachrichtigung und Sicherheit in iWork.com Beta mit diesem Update verbessert. fscklog
Kernel 2.6.32 geht in die abschließende Testphase
Torvalds beziffert in seiner Ankündigung die Neuerungen im Kernel mit 67 Prozent Treibern, die meisten stammten aus dem Staging-Zweig, 10 Prozent Firmware und 10 Prozent architekturspezifischen Updates. Die ARM-Plattform mache dabei den Löwenanteil aus. Weitere fünf Prozent lässt der Linux-Erfinder unter Dokumentation und Sonstiges fallen, worunter unter anderem Updates für Filesystem und Netzwerk zu verstehen sind. linux-magazin
Ubuntu gibt erste Beta von Karmic-Koala frei
Achter Meilenstein für OpenSuse 11.2
Links of the week #13

Die wichtigsten Themen der letzten Woche im Überblick
Debian hat Geburtstag
Vor sechzehn Jahren kündigte Ian Murdock die unmittelbar bevorstehende Freigabe eines brandneuen Linux-Releases an. Das System bekam seinen Namen Debian durch eine Zusammensetzung aus den Vornamen von Murdock und seiner Frau – damals noch Freundin – Debra. Debian sollte zu einer der erfolgreichsten Community-Distributionen werden. Sie bildet heutzutage selbst die Basis für zahlreiche Abkömmlinge wie zum Beispiel das populäre Ubuntu. Murdock stand vom August 1993 bis März 1996 als Project Lead am Ruder des Projekts. Der aktuelle DPL ist Steve McIntyre, der den Posten seit April 2008 innehat. heise
Quake Live nun auch für Linux und Mac
Das flehen der Community wurde erhört. Seit Februar 2009 gibt es Quake Live nun schon für Windows und wie von id-Software-Chef Todd Hollenshead auf der QuakeCon 2009 angekündigt, ab sofort auch für Linux und Mac. Der Multiplayer Shooter, welcher sich an Quake III Arena orientiert, benötigt zum Spielen ein Browser-Plugin, das von der Quake Live Homepage kostenlos installiert und genutzt werden darf. Des Weiteren soll es in Zukunft auch kostenpflichtige Premium Accounts mit mehr Inhalt geben. aptgetupdate
iTunes 9: Support für Facebook und 3rd Party Mp3 Player
Die für Anfang September erwartete neue iTunes Version 9 soll mit zahlreichen Social Networks wie Facebook, Twitter und Last.fm kommunizieren können. Die folgenden Screenshots von BGR zeigen uns neben dem Sharen des aktuell gespielten Musiktitels oder einer ganzen Playlist mit Facebook, auch das Syncen mit einem 3rd-Party Mp3 Player. Bislang “durfte” iTunes nur Apple Devices füttern. Dies stellt wohl mit die wichtigste Neuerung in iTunes 9 dar. Auch das Rippen von DVDs soll möglich sein. BenM
Statistik zur Linux-Kernel-Entwicklung
Open Source – und auch wir Open Source-Nutzer – leben von vielen Entwicklern und Enthusiasten. Wie viele es letztlich sind, weiß wohl niemand so genau. Greg Kroah-Hartman, Jonathan Corbet und Amanda McPherson haben jetzt ein Update der Statistik zur Kernel-Entwicklung von Version 2.6.11 bis 2.6.30 erstellt. Und es ist erstaunlich, was für Zahlen da zu Tage kommen – akribisch aufgelistet ist die Zahl der Patches, der Codelines, der Days of Development, der Companies, die diese Arbeit sponsern, die Zahl der Entwickler pro Version usw…. RTFM
Microsoft wehrt sich gegen Word-Verkaufsstopp
Microsoft setzt sich gegen ein Gerichtsurteil zur Wehr, das dem Software-Konzern den Verkauf seines Textverarbeitungsprogramms Word in den USA verbieten könnte. Vor einem US-Berufungsgericht in Washington beantragte Microsoft, die Anordnung eines Verkaufsstopps auszusetzen. Das Urteil würde Microsoft in irreparabler Weise schaden, weil es das Unternehmen zwingen würde, sein Flaggschiff-Produkt für Monate vom Markt zu nehmen, heißt es in dem Antrag. Microsoft wirft in seinem Antrag dem Gericht in Texas mehrere juristische Fehler vor. Zudem habe der Kläger, das kanadische Software-Unternehmen i4i, nicht stichhaltig darstellen können, warum dem Unternehmen durch Microsofts Produkte Schaden zugefügt worden sei. futurezone
Nun auch aus Händlerkreisen: Snow Leopard am 28. August
Auch deutsche Händler rechnen inzwischen mit einem Erscheinungsdatum Ende August: Die Handelskette Gravis hat eine Seite online gestellt, auf der sich Mac OS X 10.6 bereits vorbestellen lässt: “Holen Sie [das neue Mac OS X 10.6 Snow Leopard] voraussichtlich ab dem 28.8. in Ihrem GRAVIS Store ab.” Angeboten werden sowohl Update-Pakete für einzelne Macs und ganze Familien als auch Sets, die iLife und iWork enthalten. macnews
VMware – Your kernel was built with “gcc” version “4.1.3″, while you are trying to use “/usr/bin/gcc” version “4.3.2″
Eine fiese Fehlermeldung die bei der Installation von VMware Server oder den VMware Tools unter Linux auftreten kann:
Das Problem
Während der Installation von VMware Server unter Debian bzw. Ubuntu oder nach dem Versionsupgrade der Distribution lässt sich VMware Server nicht mehr starten und wirft folgende Fehlermeldung:
Your kernel was built with "gcc" version "4.1.3", while you are trying to use "/usr/bin/gcc" version "4.3.2". This configuration is not recommended and VMware Server may crash if you'll continue. Please try to use exactly same compiler as one used for building your kernel. Do you want to go with compiler "/usr/bin/gcc" version "4.3.2" anyway? [no]
Wenn ihr hier einfach “yes” auswählt, dann wird das zu 99,9% Probleme bei eurer Installation verursachen. Also lieber das Problem erkennen und aus dem Weg schaffen
Mit folgendem Befehl könnt ihr euch die installierten Versionen im Detail anzeigen lassen:
ls -la /usr/bin/gcc*
Die Ausgabe sollte je nach Version ähnlich aussehen wie bei mir:
lrwxrwxrwx 1 root root 7 2009-08-04 13:22 /usr/bin/gcc -> /usr/bin/gcc-4.3
-rwxr-xr-x 1 root root 196996 2009-01-18 16:39 /usr/bin/gcc-4.1
-rwxr-xr-x 1 root root 207648 2008-12-31 13:52 /usr/bin/gcc-4.3
-rwxr-xr-x 1 root root 16288 2009-01-18 16:37 /usr/bin/gccbug-4.1
Wie ihr seht, sind auf meinem System 2 Versionen installiert: gcc-4.1 und gcc4.3 wobei die Standard Version von gcc auf gcc-4.3 zeigt.
Die Lösung
Die standard gcc Version sollte nun auf die Vesrion gcc-4.1 gestellt werden. Das ist über 2 Varianten realisiertbar:
Variante1 (Link ändern)
ln -s /usr/bin/gcc-4.1 /usr/bin/gcc
Variante2 (Umgebungsvariable ändern)
export CC=/usr/bin/gcc-4.1
Danach ist die Installation bzw. die Neukonfiguration kein Problem mehr
Ubuntu 9.10 “Karmic Koala” – Erste Infos über Neuerungen
Da letzte Woche in Barcelona der UDS (Ubuntu Developer Summit) für Ubuntu 9.10 Codename: “Karmic Koala” stattfand, gibt es endlich einige Infos darüber, welche Neuerungen der für Oktober angesetzt Release möglicherweise beinhalten wird.

Banshee wird als neuer Mediaplayer eingesetzt und löst somit Rhythmbox ab. Die Unterstützung für iPods und Androids wird dadurch extrem verbessert. Ausserdem soll Banshee mit seinem schicken Design und seiner Benutzerfreundlichkeit glänzen. Sämtliche Playlisten können von Rhythmbox übernommen und auf Banshee portiert werden.
Empathy wird als neuer Multimessenger fungieren und verdrängt Pidgin von seinem Platz. Empathy wird als Teil des Telepathy-Projektes entwickelt und ist der offizielle Instant Messaging Client des GNOME-Projekts, was zusätzlich für bessere Integration und Kompatibilität sorgen soll. Alle in Pidgin konfigurierten Accounts können reibungslos von Empathy übernommen werden.
Die Bootzeit soll von Karmic Koala abermals verkürzt werden und erstmals eine Untergrenze von 10 – 12 Sekunden schaffen. Gemessen wird dabei die Zeit, die von Grub-Bootloader bis zum vollständig geladen Desktop vergeht, ohne das der User eine Eingabe tätigen muss.
Für neue Installationen wird Grub2 (der bekannte Bootloader) zum Einsatz kommen und das Standard-Filesystem wird endlich Ext4
Firefox wird in der aktualisierten Version 3.5 zum Einsatz kommen
Gwibber, der Multi-Microblogging Client für GNOME, wird standardmäßig installiert sein, somit macht Ubuntu den ersten Schritt in die Richtung Social Media Desktop Integration. Unterstützt werden Systeme wie: Twitter, Identi.ca, Facebook, Flickr, Digg,…
GnomeScan soll die derzeit eingesetzte Scansoftware Xsane ersetzen. GnomeScan ist sehr benutzerfreundlich ausgelegt, und gerade für Anfänger um einiges leichter zu bedienen als der Vorgänger. Ausserdem ist es, wie der Name schon sagt, Teil des GNOME Projekts.
Das Benachrichtigungssystem, welches in Ubuntu 9.04 – “Jaunty Jackalope” eingeführt wurde, wird stark verbessert.
Es soll für alle User einfacher werden, das Home-Laufwerk zu verschlüsseln, welches vorallem über die Grafische Benutzeroberfläche realisiert werden soll.
Karmic Koala soll das Power Management erheblich verbessern. Ein Punkt der bereits realisiert wurde: Die Soundkarte wird nach 10 Sekunden Inaktivität ausgeschaltet.
Die Kernelversion wird voraussichtlich 2.6.31 sein
(Quellen: mrooney, anotherubuntu, thx for the great Info)
Letzte Artikel
Translator

News Empfehlungen
- Schwachstellen-Oscars verliehen (heise Security)
- Kritische Sicherheitslücken in Typo3 (heise Security)
- Debian Linux Benchmarked Against Debian GNU/kFreeBSD & FreeBSD (Linux Today)
- Sicherheitslücke in WPA2-Schlüsseln entdeckt (macnews.de)
- Wikileaks publiziert US-Militärberichte (futurezone.ORF.at)



