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Anbieter für Cloud-Speicher-Dienste – Dateien online speichern, teilen und versenden

Je nach E-Mail-Anbieter unterscheiden sich die Vorgaben was Art und Größe der E-Mail-Anhänge betrifft, die man als Absender dem Empfänger übermitteln möchte. Für einzelne Fotos, Textdokumente oder ein PDF sollte der Versand per E-Mail kein Problem darstellen. Anders bei größeren Dateien jenseits von ca. 20 MB. Die meisten Freemail-Anbieter beschränken die Dateigrößen, um deren Infrastruktur nicht zu überlasten. Im Einzelfall bieten Hoster kostenpflichtige Volumenupgrades an. Für die digitale Übermittlung größerer Files eignen sich aber auch andere Vorgehensweisen. Wer Microsoft Office nutzt, kann auf den Dateiversand OnDrive zurückgreifen, weitere Anbieter wie WeTransfer oder Dropbox funktionieren ähnlich. Doch, wie unterscheiden sich die Anbieter für Cloud-Speicher-Dienste und für wen eignet sich welches System?

Microsoft OneDrive

Der Online-File-Manager OneDrive von Microsoft ist Bestandteil von MS Office 365, kann aber auch separat aktuell in vier unterschiedlichen Ausführungen genutzt werden. Während drei davon kostenpflichtig sind, ist eine Basisversion kostenlos, lediglich eine Registrierung ist für die Nutzung nötig. OneDrive Basic fungiert als Onlinespeicher und bietet dem Anwender 5 GB Speicherplatz, ein Upgrade auf 50 GB kostet monatlich 2,– Euro, zwei weitere Ausführungen bieten neben mehr Speicher auch weitere Funktionen, die vor allem für Systemadministratoren in Unternehmen interessant sein können. In der kostenlosen Basisversion bietet MS OneDrive folgende Features:

  • Gesamtspeicher: 5 GB
  • Webbasierten Zugriff
  • Zugriff über Apps
  • Such- und Ermittlungsfunktionen
  • Bearbeiten von Dateien

Die auf MS OneDrive erstellten Dateien lassen sich von unterschiedlichen Geräten aus verwalten und bearbeiten, außerdem ist es möglich, die Dateien zu teilen beziehungsweise für andere freizugeben.

WeTransfer

Einen anderen Weg geht WeTransfer. Mit diesem Onlinedienst ist es möglich, kostenlos Dateien bis zu einer Größe von 2 GB zu versenden, beziehungsweise dem gewünschten Empfänger bereitzustellen. Wer größere Dateien bis zu 20 GB übermitteln möchte, muss auf die kostenpflichtige Pro-Version wechseln. Der Dienst funktioniert simpel: über die Homepage von WeTransfer lädt man die gewünschte Datei auf den WeTransfer-Server. Der Anbieter generiert einen individuellen Link, den der Empfänger öffnen muss. Hierzu trägt man die E-Mail-Adresse des Empfängers in das dafür vorgesehene Eingabefeld ein. Weiterhin trägt man als Absender auch noch die eigene E-Mail-Adresse ein, so erhält man Informationen ob und wann der Empfänger die Files abgerufen hat. In dem Notizfeld ist es möglich, Informationen oder Anmerkungen für den Empfänger anzugeben. Alternativ zum Versenden ist es auch möglich einen Uploadlink zu generieren, diesen kann man dann selbst über einen Nachrichtendienst verschicken. Der Empfänger hat sieben Tage Zeit, die versendeten Files abzuholen beziehungsweise herunterzuladen.

Die Seite von WeTransfer ist vom Layout sehr simpel gehalten. Im Hintergrund der Eingabemaske erscheint meist eine große Grafik, die sich als Werbung darstellt und über die sich der File-Dienst mitfinanziert. Wer größere Dateien versenden möchte, individuellen Passwortschutz benötigt und seine eigene Nutzeroberfläche haben möchte, der greift zu der kostenpflichtigen WeTransfer-Plus-Version für aktuell 12,– Euro / Monat oder 120,– Euro / Jahr.

Dropbox

Bei Dropbox handelt es sich um einen Cloud-Speicherdienst, der ähnlich wie der von MS OneDrive funktioniert. Auch hier haben Anwender die Möglichkeit neben einer kostenlosen Basisversion kostenpflichtige Upgrades zu erwerben. Für die grundlegende Nutzung ist es notwendig, dass man sich registriert und einen Client für den eignen Computer  (PC, Mcc, iOS oder Android) beziehungsweise für den jeweiligen Internet-Browser herunterzuladen. In der kostenlosen Basic-Version stehen folgende Funktionen zu Verfügung:

  • kostenloser Speicherplatz
  • auf Dateien geräteunabhängig zugreifen
  • 2 GB Speicherplatz
  • geräteunabhängig synchronisieren
  • Freigabe für Order und Links
  • Dropbox Paper

Für ein Upgrade auf 1TB oder 2 TB bietet Dropbox Zahlungspläne von 9,99 Euro und 19,99 Euro im Monat an. Neben dem höheren Speichervolumen profitieren Anwender auch vom Offlinezugriff, E-Mail-Support mit hoher Prioritätsstufe, Showcase für die Präsentation von Arbeiten und anderen Features.

Google Drive

Der Suchmaschinenanbieter Google hebt sich mit dem eigenen Cloud-Dienst von anderen Anbietern insbesondere bei der kostenlosen Version positiv ab. In der Basisversion stehen dem Nutzer 15 GB zur Verfügung, für 1,99 Euro im Monat erhält man 100 GB, 1 TB für 9,99 Euro / Monat oder 10 TB für 99,99 Euro / Monat. Google Drive kann online über Chrome oder andere Browsern genutzt werden, weiterhin stehen Applikationen für Arbeitscomputer und Android oder iOS-Devices zu Verfügung. Besonders praktisch ist bei der Verwendung von Google Drive die Möglichkeit die von Google bereitgestellten Office-Anwendungen: Docs, Tabellen und Präsentationen zu verwenden. Dies ermöglicht eine direkte File-Freigabe und Mitarbeitsfunktion. Das ist ideal, wenn man in Teams arbeitet und seine Dokumente für andere mit Kommentaren versehen möchte.

Apple iCloud

Neben Google Drive und Microsoft OneDrive bietet auch Apple einen eigenen Cloud-Dienst für die Geräte übergreifende Nutzung von Dateien an. Die Verwendung von iCloud ist neben Apple Geräten auch auf Windows-Rechnern möglich, dafür bietet Apple jeweils eigene Softwarelösungen. Die Preisstaffelungen bei Apple sind vergleichsweise günstig beziehungsweise bis zu 5 GB Speicher kostenlos. 50 GB kosten 0,99 Euro / Monat, 200 GB schlagen mit 2,99 Euro / Monat zu Buche und für 2 TB werden 9,99 Euro im Monat berechnet.

Anfangs konnte die Apple iCloud nur als Onlinespeicher verwendet werden und über eine eingeschränkte Freigabe auch mit anderen Personen genutzt werden, zum Beispiel für die Verwendung von Fotos. Inzwischen ist es aber auch hier möglich direkt Dateien mit Freigabelinks zu versehen und zum Beispiel über eine E-Mail oder Nachricht an den Empfänger zu versenden.

Darauf sollte man als Systemadmin bei der Wahl des passenden Cloud-Anbieters achten

Egal welcher Anbieter nun der richtige ist, entscheidend ist vor allem die Frage der eigenen Aspekte. Hier noch einige Stichpunkte, die man bei der Auswahl nach dem passenden Cloud-Speicher-Anbieter berücksichtigen sollte:

  1. Für welche Art von Dateien möchte man den Anbieter auswählen? Sind es kleine Officedateien, einzelne Bilder oder große und komplexe Files oder Programme, zum Beispiel auch im professionellen Bereich?
  2. Benötigt man auch offline Zugriff auf den Dienst beziehungsweise auf seine in der Cloud gespeicherten Dateien?
  3. Ist der Cloud-Speicher für Teamarbeit geeignet auch nach der Unterscheidung intern / extern für Unternehmen?
  4. Wie erfolgt die Freigabe der Files oder einzelner Verzeichnisse?
  5. Besteht die Möglichkeit des Zugriffsmanagements?
  6. Wie ist die Cloud verschlüsselt, beziehungsweise besteht die Möglichkeit einzelne Dateien speziell zu verschlüsseln?
  7. In Bezug auf Datenschutz, wo speichert der Anbieter die Dateien, insbesondere personenbezogenen Daten? Wo stehen die Server, in Europa, besser noch in Deutschland?
  8. Noch als letzter Punkt, was passiert mit den Daten, wenn der Anbieter nicht mehr existiert oder man zu einem anderen Anbieter wechseln möchte? Wie ist es möglich seine dort gespeicherten Daten umzuziehen?

Fazit

Anbieter für Cloud-Speicher gibt es viele, darunter bekannte Konzerne wir Microsoft, google oder Apple aber auch kleine Nischenunternehmen mit speziellen Ausrichtungen. Hier kann jeder das richtige Angebot für sich finden. Insbesondere für Systemadministratoren in Unternehmen zählen bei der Nutzung andere Aspekte als bei Privatanwendern. Datenschutz ist ein zentraler Punkt, den insbesondere professionelle Anwender mit Sorgfalt behandeln sollten. Von kostenlosen Basisangeboten bis zu kostenpflichtigen Plänen für Poweruser und Unternehmen steht eine große Bandbreite zur Auswahl.

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