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Darum brauchen wir eine nachhaltig denkende und agierende digitale Gesellschaft

Computertechnik und Digitalisierung sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob im Berufsleben oder privat, für die Produktivität oder zur Unterhaltung – fast jeder besitzt und nutzt die smarten Alltagsbegleiter. Unsere Mobiltelefone sind überall dabei und sorgen dafür, dass wir eng miteinander vernetzt sind und in Echtzeit kommunizieren. Die immer leichter werdenden Tablets und Notebooks ermöglichen Effizienz und fördern uns dabei, kreativ zu sein. Die Leistungsstärke von Computern verändert die Art und Weise wie wir arbeiten und Prozesse effektiver lenken.

Unser Platz im digitalen Kosmos

Auch im Bereich der Medien wie Musik, Videos oder Bücher trägt die Digitalisierung zu einer anhaltenden Veränderung bei. Insbesondere der Wechsel von physischen Werken hin zu virtuellen Inhalten erfordert von uns Nutzern und Konsumenten Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, der verantwortungsbereite Teil dieses Wandels zu sein. Datenschutz ist ein untrennbar mit dem digitalen Fortschritt verknüpft und schnell kann man den Überblick in dieser schnelllebigen Zeit verlieren. Achtsamkeit und Verantwortung sind von großer, ethisch bestimmter Bedeutung.

Je nach individueller Konstitution und Intensität mit der Nutzung von Digitaltechnik, kann jeglicher Umgang das eigene Wohlbefinden fördern oder auch stören. Überforderung und die Überstimulation der Reize sind die Kehrseite von den Möglichkeiten einer globalen Vernetzung. Manchmal fällt es einem nicht leicht zwischen können und müssen zu unterscheiden. Das macht die Digitalisierung ebenso spannend, wie auch gefährlich, weil ein Leben ohne Computertechnik nur schwer vorstellbar ist.

Extremer Stromverbrauch in neuen Bereichen

In Sachen Stromverbrauch denken viele sofort an große Serverfarmen von Apple oder Google. Doch es sind auch die Nischen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Online Casinos wie der Sunmaker Gutscheincode 2019 gab es zum Beispiel vor wenigen Jahren noch nicht. Der Stromverbrauch ging gegen 0, außer eben den Lichtern in den echten Spielehallen, doch die sind wohl zu vernachlässigen. Ebenso verhält es sich mit dem Stromverbrauch von Bitcoins, ein Bereich, der erst seit einigen Monaten so richtig Aufmerksamkeit bekommt. Und wer hätte gedacht, dass auch beim Trend Streaming verdammt viel Strom gebraucht wird? Früher hatte man alles lokal, heute streamt man, wodurch natürlich Server laufen müssen.

Ein kurzer Rückblick: Y2K – da war doch etwas?

Die persönliche als auch die übergeordnete gesellschaftliche Abhängigkeit von der Technik führte beim Millennium Jahreswechsel (1999 – 2000) zu wilden Spekulationen hinsichtlich ausfallender Technik und der Auswirkungen auf die Menschheit. Doch die Befürchtungen und die große Panik blieben aus. Egal ob bei Elektrizitätswerken, Großrechnern von Banken und Produktionsstätten, der Y2K-Bug fand so gut wie nicht statt.

Dennoch, diese kritische Phase, sorgte für Aufmerksamkeit bei Staat, Wirtschaft und der Bevölkerung. So konnten im Vorfeld wichtige Maßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn man die Risiken einfach ignoriert hätte. Das Jahr-2000-Problem ist längst Teil der Vergangenheit aber ein bedeutsamer Meilenstein unserer digitalen Epoche.

Die Gegenwart: Die Herausforderungen werden komplexer

Heute beschäftigen wir uns längst mit anderen Dingen wie: Virtual Reality, Augmented Reality, Cloud-Computing und dem Internet der Dinge. Alles spannende Bereiche, die dabei helfen uns das Leben zu erleichtern, damit wir mehr Zeit für Anderes haben. Die heutigen Anforderungen stellen uns alle immer wieder auf die Probe: Bleiben wir Teil dieser Entwicklung oder hat uns das digitale Umfeld längst eingenommen? Welche Auswirkungen hat die Technik auf unsere Kinder, die für sie völlig normal ist, im Gegensatz zu uns, die wir das Leben auch ohne Internet kennen? Sind wir deshalb zu ängstlich?

Forscher und Psychologen warnen uns vor den Folgen, welche die digitale Technik auf unser Gehirn haben kann, insbesondere, wenn sich das Organ im Kindesalter noch in der Entwicklung befindet. Nachgewiesen ist, dass die Nutzung von Tablets und Smartphones mit Apps und Medien, Einfluss auf unser Belohnungszentrum und die Hormonproduktion haben. Menschen fällt es immer schwerer sich zu konzentrieren, sich anderen Beschäftigungen als der medialen Unterhaltung zu widmen und Aufgaben zu Ende zu bringen. Auch die Frustrationstoleranz verringert sich.

Bei all den Warnzeichen und Fragezeichen: was Computer mit uns alles anstellen können, der Problematik hinsichtlich der Fertigung in Niedrigstlohnländern, dem Raubbau seltener Erden und Mineralien, das eigne Nutzungsverhalten und der Drang immer die neueste Technik in den Händen zu halten; all das sind unsere Herausforderungen, die es im Sinne der Nachhaltigkeit zu bewältigen gilt. Diese Entwicklung ist höchst spannend und faszinierend. Es werden unzählige neue Geschichten geschrieben, Probleme gelöst und das Leben vieler Menschen verbessert sich.

Digitale Technik als Faktor in unserem Ökosystem

Ökologische Verantwortung im Umgang mit Computertechnik mag für den ein oder anderen vielleicht banal klingen, denn immerhin, durch die Nutzung von E-Mails spart man selbst schon eine Menge Papier ein. Das ist zwar richtig und es ist ein Anfang, allerdings verbirgt sich hinter jedem E-Mail fähigen Gerät so viel Technik, welche in der Herstellung Massen an Ressourcen verbraucht. Deshalb den Kopf in den Sand zu stecken oder Verantwortung abzustreiten ist fehl am Platz. Der Nutzer selbst kann bereits vor und bei der Anschaffung eines Computers oder Smartphones darauf achten, welche Konzerne sich einer „Grünen Ausrichtung“ widmen und zum Beispiel bei der Produktion von Technik erneuerbare Energien nutzen. Hier ein paar Vorschläge auf was man als Endnutzer achten und somit die Umweltbelastung reduzieren kann:

  • Betreibt der Hersteller aktiv Maßnahmen hinsichtlich Ökologie und wie werden diese kommuniziert?
  • Nutzen die Fertigungsbetriebe Erneuerbare Energien für die Produktion?
  • Wie verhält sich das Unternehmen bei der Produktverpackung und wird dabei auf überflüssige Nutzung von Kunststoffen verzichtet?
  • Wo lässt der Konzern seine Produkte fertigen, wie sind die Arbeitsbedingungen im Herstellungsland?
  • Bietet das Unternehmen die Rücknahme alter Technik an und betreibt damit Wiederaufbereitung?
  • Zeigt sich die Firma transparent in Bezug auf CO2-Emissionen, vollzieht die Firma Tauschhandel mit Emissionszertifikaten?
  • Achtet der Konzern auf eine sichere Herkunft seiner Verarbeitungsbestandteile, zum Beispiel bei Smartphones, die Verwendung seltener Erden aus krisenfreien Regionen bzw. Abbaugebieten?

So viel zu den Möglichkeiten, sich für ein Unternehmen zu entscheiden, welches sich Nachhaltigkeit auf die Agenda schreibt. Man selbst hat selbstverständlich ebenfalls großen Einfluss auf die Haltbarkeit und Langlebigkeit der genutzten Produkte. Der wichtigste Punkt dabei ist sicher, sich selbst zu hinterfragen, wie viel und wie oft man die neueste Technik braucht und ob man seinen Computer nicht noch ein weiteres Jahr nutzen kann, ohne dabei produktive Einbußen machen zu müssen. Eine Möglichkeit ist der Kauf von gebrauchter Technik. Inzwischen bieten viele Händler gut erhaltene, geprüfte und überarbeitete Computer zum günstigen Einkaufspreis an.

Zitat Die Ärzte: „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist – es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

Wie man sieht, Verantwortung im Umgang mit digitaler Technik ist möglich. Zum einen lehrt einem diese Form der Nachhaltigkeit eine bewusste Verwendung mit Ressourcen, weiterhin findet so eine gewisse Eigenregulierung mit den allgegenwärtigen (Über)Angebot an digitaler Technik und digitalen Medien statt. Durch Telekommunikationsverträge subventionierte Smartphones und günstige Finanzierungen verliert man leicht die richtige Vorstellung von Technikkosten und unter welchen Umständen diese oftmals hergestellt wird. Damit Kinder von Anfang an einen richtigen Umgang damit lernen, sollten Eltern begleitend und vermittelnd zur Seite stehen und vor allem ein Vorbild sein.

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