Archive for November, 2012

Launchd Cronjob (Automatischen Task) unter Mac OS X (Mountain) Lion erstellen mit Lingon 3 als GUI

Mountain Lion

Launchd ist Apples Programm zur Erstellung von automatisierten Aufgaben und ersetzt damit Cronjobs (Linuxwelt) bzw. Scheduled  Tasks (Windowswelt).

Launchd vereint die Power von cron mit einigen erweiterten Features mit dem Unterschied dass Launchd nicht verlangt dass der Mac eingeschaltet sein muss. Wenn ein automatischer Taks zB. in der Nacht läuft, der Mac aber ausgeschaltet oder im sleep Mode ist, wir der Task beim nächsten Wakeup durchgeführt. Leider gibt es von Apple keine GUI. Die Syntax von Launchd ist für die meisten Anfänger sehr kompliziert, da die .plist Dateien im xml Format abgespeichert sind. Abhilfe schafft hier ein kleines aber sehr feines Programm mit dem Namen „Lingon“, welches ich kurz vorstellen werde.

Lingon 3
Entwickler: Peter Borg Apps AB
Preis: 9,99 €

So erstellt man einen Automatischen Tasks mit Lingon 3:

Nach dem Download und der  Installation von Lingon 3, kann das sehr einfache Programm für alle automatisierten Aufgaben verwendet werden. Ich erstelle in diesem Beispiel einen automatischen Task, welcher täglich um 18:15 das sh Skript „~/scripts/rsync_backup.sh“ ausführt. Hier die Screenshots dazu:

 

Die benötigten Launchd .plist Dateien werden dann automatisch von Lingon erstellt und in der Library des Benutzers (~/Library/LaunchAgents) gespeichert. (Library sichtbar machen)

Das Beste ist, dass Lingon nur zum Erstellen eines Cronjobs gestartet wird und danach wieder geschlossen werden kann. Die automatische Ausführung der Tasks übernimmt dann Mac OS X.

So sieht die .plist Datei für das rsync_backup.sh script aus:





Label
rsync_backup
ProgramArguments

~/scripts/rsync_backup.sh

StartCalendarInterval

Hour
18
Minute
15




Launchd Task manuell erstellen

Wer sich die wenigen Euros, die Lingon 3* kostet sparen möchte, der kann die .plist Dateien natürlich auch selber erzeugen. Da wir in obigen Beispiel die Ausgabe im xml Format sehen, kann diese beliebig für andere Anwendungen angepasst werden.

Eine genaue Anleitung dazu gibt es bei Apple.

Lingon 3
Entwickler: Peter Borg Apps AB
Preis: 9,99 €

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Donnerstag, November 29th, 2012 Apple 3 Comments

QuickTipp: Ubuntu und Debian Autostart von Services via init Skripts und update-rc.d + GUI

debian_ubuntu

Services (Dienste) werden unter Debian und auf Debian basierenden Linux Distributionen wie Ubuntu mit den sogenannten Init Skripts gestartet und gestoppt. Diese befinden sich unter /etc/init.d/ und werden mit der Angabe des Services und dem entsprechenden Kommando gestoppt oder gestartet.

Ich nehme für mein Beispiel den Dienst vom Apache Webserver (/etc/init.d/apache2) und zeige wie man mit dem Befehl update-rc.d die Austostart Skripte entfernt, hinzufügt und modifiziert

Dienste unter Debian Linux mit Init Skripts starten und stoppen

Apache Webserver Dienst (Service) starten:

/etc/init.d/apache2 start

Apache Webserver Dienst (Service) stoppen:

/etc/init.d/apache2 stop

Bei einem Serverstart wird in den Verzeichnissen /etc/rc?.d/ nach den Skripten gesucht welche automatisch beim Boot ausgeführt werden. ? steht hierbei für das entsprechende Runlevel. In diesen Verzeichnissen ist der eigentliche Befehl /etc/init.d/apache2 mit einem symbolischen Link verankert.

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Dienstag, November 27th, 2012 Linux 6 Comments

QuickTipp: Debian – Avahi Daemon stoppen und deaktivieren

debian-logo

Die interne Namensauflösung (DNS) funktioniert mit dig oder nslookup am System aber Ping wirft die Fehlermeldung: ping: unknown host? Bei internen Domains wie domain.local kann es oftmals durch den avahi Daemon zu Problemen kommen. Dieser lässt sich bei Debian wie folgt deaktivieren:

Kontrollieren ob der Avahi Daemon läuft:

ps -ax |grep avahi

Avahi Daemon deaktivieren:

Einfach den autostart von Avahi Daemon deaktivieren:

update-rc.d -f avahi-daemon remove

nach einem Reboot wird dann der Avahi Daemon nicht mehr gestartet. Mit folgendem Kommando kann die Aktion wieder rückgängig gemacht werden:

update-rc.d avahi-daemon defaults

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Freitag, November 23rd, 2012 Linux Keine Kommentare

htaccess Passwortschutz für Apache Webserver erstellen

apache logo

Eine oft gestellte Frage: Wie kann ich ein Verzeichnis auf meinem Apache Webserver mit einem Passwortschutz absichern? Oft gegebene Antwort: Ganz einfach mit einer .htaccess Datei.

Hier eine einfache Anleitung wie für ein Verzeichnis auf eurem Apache Webserver ein simpler Passwortschutz via .htaccess Datei erstellt werden kann (Voraussetzung: eigener Webserver oder Managed Server mit .htaccess Unterstützung):

Hinweis: Meine Anleitung bezieht sich wie immer auf Debian (Ubuntu) Linux. Pfade können in anderen Linux Distributionen immer abweichen, aber in der Regel sind sie gleich oder zumindest ähnlich.

Der simple htaccess Passwortschutz (Passwort Authentifizierung von einem oder mehrere Benutzer) besteht grundsätzlich aus zwei Dateien:
*) .htaccess (enthält die Anweisungen für den Webserver)
*) .htpasswd (enthält die Benutzer und zugehörig Passwörter)

.htaccess Datei erstellen

Wer direkt in der Shell arbeitet, kann die .htaccess Datei einfach mit dem Lieblingseditor erstellen. Wer allerdings via FTP arbeitet kann die Datei direkt im FTP Programm via Grafikmodus erstellen oder hochladen (Vorsicht: bei einigen FTP Programmen muss das Anzeigen von Punk (.xxx) Dateien aktiviert werden, da sie sonst unsichtbar sind). In meinem Beispiel wird das gesamte Verzeichnis  /var/www/website1 und darunter liegende Verzeichnisse Passwort geschützt.

vi /var/www/website1/.htaccess

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Mittwoch, November 21st, 2012 Linux, WebServer 4 Comments

Windows BootCamp Treiber manuell ohne Boot Camp-Assistent downloaden

apple-boot-camp-logo

Wer auf seinem Mac zusätzlich zu Mac OS X ein Windows7 oder Windows8 installieren möchte, der kann direkt den Boot-Assistent benutzen. Der Download der Windows BootCamp Treiber funktioniert aber leider nicht immer, darum findet ihr hier eine Liste um die BootCamp Treiber manuell herunterzuladen.

Fehlermeldung des BootCamp Assistenten: „Laden konnte nicht fortgesetzt werden. Die Windows-Support-Software ist nicht verfügbar.“ in Englisch: „Download could not continue. The Windows support software is not available“

Lösung: manueller Download der BootCamp Treiber für Windows7 und Windows8

Apple hat nun endlich eine gute Downloadseite zur Verfügung gestellt, wo ihr gleich direkt den Bootcamp-Downloadlink anhand eures Mac Modells findet: zum Download

1. Herausfinden welches Mac Modell ihr verwendet:

Links oben in eurem Mac auf das „Apfel“ Symbol klicken und „Über diesen Mac“ auswählen. Auf „Weitere Informationen …“ klicken und den „Systembericht …“ aufrufen. Hier gibt es einen Punkt Modell-Identifizierung. Dieser Wert ist für die nachfolgende Liste ausschlaggebend. (wie im Screenshot ersichtlich)

Mac Systembericht

Alternativ gibts hier noch eine Liste zur Mac Identifikation

2. Download des richten BootCamp Treibers für die entsprechenden Modelle:

Einfach euer Apple Modell aus der Liste auswählen und den richtigen BootCamp Treiber downloaden. Der Download ist zwischen 600MB und 1GB groß und kann entsprechend variieren. Ihr sollte euch also am Besten eine dicke Internetleitung suchen oder ein wenig Geduld mitbringen: (letzte Aktualisierung: 03.05.2013)

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Donnerstag, November 15th, 2012 Apple 51 Comments

QuickTipp: Apache Tomcat 7 bestimmte IP Adressen erlauben oder sperren

Tomcat Logo

Auch im Tomcat ist es möglich einen Schutz auf Basis von IP Adressen für bestimmte Webseiten zu definieren. Im Apache funktioniert der IP Zugriffschutz via .htaccess Datei. Im Tomcat gibt es zwar keine .htaccess Dateien allerdings ist es über die  server.xml Konfigurationsdatei sehr einfach einen IP Adressen Schutz einzubauen

Tomcat Zugriff nur von localhost erlauben:

Die Einstellung RemoteAddrValve erlaubt die Verwendung von Regular Expressions (RegEx), wodurch es ziemlich einfach ist bestimmte IP Bereiche zu verwenden. Folgender Bereich wird zB. für den localhost auf IPv4 und IPv6 Basis angewendet. Bedeutet also dass nur die localhost IP Range 127.x.x.x und die IPv6 localhost IP 0:0:0:0:0:0:0:1 zugelassen sind. (Werte werden durch | (pipe) getrennt:

Tomcat Zugriff nur von bestimmten IP Adressen erlauben

Hier ist ein weiteres Beispiel damit die Verwendung der Regular Expressions (RegEx) verdeutlicht wird. Also werden jetzt zB:. nur IP Adressen aus dem Bereich 192.168.x.x und 10.x.x.x und die externe IP Adresse 8.8.8.8 zugelassen. Der Valve Wert dafür würde so aussehen:

Tomcat Zugriff von bestimmten IP Adressen sperren bzw. verweigern

Natürlich ist es auch möglich bestimmte IP Adressen oder Bereiche explizit zu sperren. Dazu wird nicht der Wert „allow“ sondern „deny“ verwendet. In folgendem Beispiel wird der Zugriff vom IP Bereich 10.10.x.x und der IP 8.8.8.8 auf unseren Host verweigert:

Den Valve Wert in die server.xml einbauen

Dazu wird die entsprechende Tomcat Konfigurationsdatei (server.xml) editiert und an der benötigten Stelle (Engine, Host, oder Context) der valve Eintrag hinzugefügt. An meinem Beispiel füge ich den Eintrag in der Hosts Konfiguration hinzu damit die Einstellung für den gesamten Hosteintrag vhost.domain.com gilt.

 
             
             
      

Weitere Infos direkt in der Tomcat Documentation

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Dienstag, November 13th, 2012 Linux, WebServer Keine Kommentare

HowTo: Googles mod_pagespeed Installation unter Debian und Ubuntu

apache logo

Das mod_pagespeed Apache Modul von Google (wie vor 2 Jahren berichtet) hat den beta Status verlassen und ist nun in der ersten stable Version erschienen. Laut Google verwenden bereits mehr als 120.000 Webseiten das Performance optimierende Modul für den beliebtesten Linux Webserver Apache.

Das mod_pagespeed Modul integriert sich via Modul in den Apache und arbeitet mit sogenannten Filtern (quasi Erweiterungen) die bestimmte Regel auf die auszuliefernde Website anwenden und dann erst an den Benutzer ausgeben. Dabei gibt es die Core Filter welche standardmäßig ausgeführt werden (also keine Probleme auf Seiten jeder Art verursachen) und eine Reihe an erweiterten Filter, die auf Bedarf vom Admin aktiviert werden können um weitere spezifische Performance Optimierungen durchführen zu können. Zu den Core Filter zählen Optimierungen wie das Caching, das Minimieren von JavaScript + CSS, Auslagern großer Stylesheets und Codesegmenten in Dateien sowie das Einfügen von Breiten- und Höhenangaben bei Bild-Elementen, … Laut Google wird die Ladezeit von diversen getesteten Webseiten um über 50% verringert.

mod_pagespeed Apache Integration

So wird das mod_pagespeed Modul für Apache 2.x unter Debian und Ubuntu installiert:

Google stellt bereits fertige .deb (Debian/Ubuntu) Pakete für 32bit und 64bit zur Verfügung. Daher füget sich das Modul nahtlos in den Apache 2.x ein und wir müssen diese nicht selbst kompilieren. Wer nicht weiss ob er ein 32bit oder 64bit Linux verwendet kann hier nachsehen.

Download von mod_pagespeed

mod_pagespeed Download für Debian/Ubuntu im 64bit Modus:

cd /usr/src
wget https://dl-ssl.google.com/dl/linux/direct/mod-pagespeed-stable_current_amd64.deb 

mod_pagespeed Download für Debian/Ubuntu im 32bit Modus:

cd /usr/src
wget https://dl-ssl.google.com/dl/linux/direct/mod-pagespeed-stable_current_i386.deb

Installieren von mod_pagespeed

Das Debian Modul wir nun via Debian Pakage Manager installiert (bei Ubuntu ein sudo davor setzen)

dpkg -i mod-pagespeed-stable_current_*.deb

Das Modul wurde direkt als Apache Modul registriert und wird automatisch mit dem Apache geladen. Dazu ist ein Apache restart notwendig:

/etc/init.d/apache2 restart

Konfiguration von mod_pagespeed

Die Installation stellt natürlich eine entsprechende Konfigurationsdatei zur Verfügung:

vi /etc/apache2/mods-available/pagespeed.conf

Einstellungsmöglichkeiten gibt es hier sehr viele. Google hat ein entsprechendes Dokument zur Verfügung gestellt.

Deinstallieren von mod_pagespeed

Wer das Modul nicht mehr verwenden möchte oder Probleme damit hat kann es mit folgendem Befehl wieder vollständig entfernen:

dpkg -P mod-pagespeed-stable

Danach den Apache wieder neu starten:

/etc/init.d/apache2 restart

Weiterführende Links und Updates:

Offizielle mod_pagespeed Website: https://developers.google.com/speed/pagespeed/module

Es wird in den nächsten Wochen noch einige Konfigurations- und Optimierungs-Tipps zum Thema mod_pagespeed geben. Also bleibt dabei uns abonniert meinen RSS Feed oder folgt mir auf Facebook, Twitter, und Google+

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Freitag, November 9th, 2012 Linux, WebServer 4 Comments
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